Hirschhorner Musikschüler zeigten beim Ausklangkonzert in der Klosterkirche ihr großes Können

19 junge Künstler von der Musikschule Hirschhorn gestalteten das aktuelle Ausklangkonzert in der Klosterkirche Hirschhorn. In einem abwechslungsreichen Programm wurden teils solistisch, meist aber in kleinem Ensemble Musikstücke vom Barock bis in unsere Zeit dargeboten. Nicht nur die Begeisterung für die Musik und das Können der jungen Künstler kam im Beifall der Besucher zum Ausdruck, sondern auch der Dank für das engagierte Wirken der Lehrkräfte an der Hirschhorner Musikschule. Die Vielzahl der Instrumente – Streicher, Klavier, Flöten, Harfe und Trompete – repräsentierte die Vielseitigkeit des musikalischen Angebots.

Feierlich mit barockem Klang begann das Konzert mit dem 2. Satz aus Telemanns Konzert für zwei Flöten (Julia Debo und Salome Kerle), dem später noch der musettenartige 4. Satz folgte (Greta Böing, Julia Stangl). Barocken Glanz, mal feierlich, mal froh brachte auch der Anfangssatz aus Sammartinis Sonate Nr. 4 (Thanh Mai Trinh und Lena Debo, Blockflöten), begleitet von Greta Böing (Cello) und Franz Lechner (Spinett). Letzterer hatte auch die einfühlsame Orgelbegleitung beim Telemann’schen Doppelkonzert übernommen.

Den besonders warmen Klang der Altblockflöte bot das Flötentrio in der Sonate Nr. 1 (3. Satz) von Scherer, gespielt von Emily Ackermann, Laura Berisha und Franziska Lauer. Slawische Klänge und Rhythmen zogen mit „Ketusa“ von Werdin (Elisa Enger) und einem von Dvoraks slawischen Tänzen (Niklas Gund), jeweils auf dem Klavier zu vier Händen mit Elkenhans als Klavierpartnerin, ein. Auf dem Klavier bzw. Spinett als Soloinstrument zu hören war ein Klavierstück von Couperin (Anna Thommes) sowie Ortegas etwas nachdenkliches „It’s hard to say goodbye“ (Johannes Thommes).

Das Cello als Soloinstrument gab es mit Charpentiers Prélude, bekannt auch als Eurovisionsmelodie (Stella Franzisko) sowie in zwei Sätzen aus Vivaldis Sonate e-moll (Elisa Enger). Mit dem Lied „Skellig“ hatte Matilda Zipp bereits beim Wandelkonzert auf sich aufmerksam gemacht. Mit ihrem Vortrag sang sie sich erneut in die Herzen der Zuhörer. Mit dem Concertino in ungarischer Weise von Rieding, gespielt auf Bratsche (Antonia Lechner) und Klavier (Tamina Stadler), wechselten ungarische synkopierte Rhythmen auf dem Klavier mit schwungvollen Läufen auf der Bratsche. „My heart will go on“ (J. Horner), arrangiert für Trompete (Andreas Wann) und Harfe (Anna Wann), ergab schließlich einen stimmungsvollen Abschluss des Konzerts. Das wurde mit reichlichem Applaus vom zahlreich erschienenen Publikum honoriert.

Ein besonders Klangerlebnis, zugleich eine musikalische Rarität und Kostbarkeit, wird der Ausklang am Mittwoch, 10. August, 20.44 Uhr in der Klosterkirche bieten: Werke aus der Lautenliteratur des Barock werden dargeboten von Rainer Schmidt, Heidelberg. Allerdings wird nicht eine Laute erklingen, sondern in Bearbeitung des Solisten aus alten Tabulaturen werden die Musikstücke in einem Solokonzert auf der Altzither in Psalterform vorgetragen.

Auf dem Programm stehen neben Partiten von J.S. Bach, Ernst Gottlieb Baron und Silvius Leopold Weiss Werke anderer Komponisten aus dieser Zeit: ein Präludium eines der bedeutendsten österreichischen Lautenisten Johann Georg Weichenberger sowie frühklassische Werke des fränkischen Lautenisten an den Höfen von Ansbach und Bayreuth, Joachim Bernhard Hagen. Wie immer ist der Eintritt frei, eine kleine Spende für das musikalische Wirken und den Erhalt der Klosterkirche ist willkommen.

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