Alle sind sich beim Runden Tisch einig: Der Verbindungsweg zwischen Brombach und Heddesbach ist unverzichtbar

Die Bürgerinitiative (BI) für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem Eberbacher Stadtteil und der kleinen Odenwald-Gemeinde sieht Licht am Ende des Tunnels. Nach einem prominent besetzten Runden Tisch waren sich alle Beteiligten einig, dass die Strecke unverzichtbar sei und wieder instandgesetzt werden müsste. Offen bleibt allerdings noch der Weg dahin, da die Kosten eine gewichtige Rolle spielen.

„Das Ergebnis bringt uns um vieles weiter“, betonte BI-Schriftführer Raphael Seib. Die jetzt erfolgte Vernetzung in alle Ebenen der Politik sei sehr wichtig. Da nun die Anliegen der BI an die entsprechenden Entscheidungsträger transportiert würden, „gibt uns das richtig Kraft und Unterstützung“. Ähnlich äußerte sich BI-Sprecher Matthias Heinzmann, der für die tatkräftige Mitwirkung dankte.

Das Teilnehmerfeld vereinte sowohl Parteienvertreter als auch die Bürgermeister von Eberbach und Heddesbach, Peter Reichert und Hermann Roth, dazu Werner Fischer vom Gemeindeverwaltungsverband Schönau und den Chef der Eberbacher Polizei, Erich Lindenthal. Mit Hermino Katzenstein (Grüne) und Albrecht Schütte (CDU) waren zwei Landtagsabgeordnete nach Brombach gekommen. Dazu noch einige Kreistagsmitglieder.

Vieles hängt von der für 2018 geplanten Sanierung der einzig verbliebenen Zufahrtsstraße nach Brombach auf hessischem Gebiet ab, wurde in der Diskussion deutlich. Denn diese kann durch Hessen Mobil nur unter Vollsperrung erfolgen. Dafür braucht die Straßenverkehrsbehörde aber eine Umleitung, die nach deren Schreiben an Heinzmann nur die jetzt gesperrte Straße sein könne. Deshalb erhofft man sich einen Fortschritt, wenn die Sanierungsplanungen vorliegen.

Der Vorschlag der Kreis-FDP, Klimaschutzmittel für die Straßensanierung zu verwenden, wurde in der Runde kritisch betrachtet. Kreisvorsitzender Alexander Kohl bekräftigte aber nochmals diese Position, die die FDP als Antrag für den Haushalt 2017 einbringen möchte. Der CDU-Vorsitzende im Rhein-Neckar-Kreistag, Bruno Sauerzapf, vertrat die Meinung, dass für die Straße Gelder aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz fließen müssten.

Sollte Hessen Mobil mit der Sanierung der K35 beginne, ziehe der Rhein-Neckar-Kreis auch mit, meinte er. Eberbachs Bauamtsleiter Steffen Koch erwartet zu diesem Zeitpunkt feste Kostenschätzungen. Albrecht Schütte äußerte sich zuversichtlich, die Verbindungsstraße in einer konzertierten Aktion wieder herstellen zu können. Er war der Meinung, dass die Strecke durch Mittel aus dem Gemeindeausgleichsstock förderfähig sei.

Die Frage nach den Folgekosten war von Fischer aufgeworfen worden. Hier meinte Katzenstein, dass diese möglicherweise vom Kreis getragen werden könnten. Der Grünen-Politiker äußerte sein Unverständnis, dass vom Landratsamt niemand zu diesem Termin erschienen war. Die an den Landtag gerichtete Petition wurde von ihm, selbst im entsprechenden Ausschuss aktiv, sehr gelobt. In der Diskussion ist die Bildung eines Arbeitskreises, um aktuelle Vorhaben besprechen zu können. Schütte und Katzenstein erklärten sich bereit, im Sinne der BI bei den entsprechenden Behörden zu agieren.

Im Vorfeld der Beratungen hatte Heinzmann den Teilnehmern die Vorgeschichte erläutert. Die 1963 gebaute Straße war Anfang des Jahres entwidmet worden, weil sie in sehr schlechtem Zustand und nur mit hohen Kosten zu sanieren war. Die Gemeinde Heddesbach, auf deren Gemarkung knapp 90 Prozent der Fläche liegen, sieht sich außerstande, die Gelder aufzubringen. Die Sperrung bedeutet für die Brombacher einen Umweg von etwa zehn Kilometern über Hirschhorn, wenn sie jetzt Richtung Westen wollen. Aktuell sind die Widersprüche gegen die Sperrung beim Landratsamt in Bearbeitung.

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