Ein Abend zum Kennenlernen und Austauschen von Einheimischen und Flüchtlingen in Rothenberg

Nach der Gründung des Flüchtlings-Arbeitskreises in Rothenberg Ende Juni organisierte Edgar Beisel nun mit den bei ihm wohnenden Flüchtlingen einen Grillabend zum Kennenlernen mit den Einheimischen, zu dem auch alle Helfer eingeladen waren. Beisel richtete dazu mit den Asyl-Suchenden sein Freizeitgelände her und lud auch Helfer aus Beerfelden, die „Kümmerer“, und die von ihnen betreuten Flüchtlinge ein.

Die Firma Gerd Koch aus Ober-Hainbrunn stellte Getränke, Tische und Bänke kostenlos zur Verfügung. Walter Braner sprach seitens des Arbeitskreises seinen Dank hierfür aus. Es war ein schöner Abend, bei dem sich Einheimische und Flüchtlinge austauschen konnten sowie Patenschaften angebahnt wurden. Inzwischen hatten alle fünf Syrer ihre Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Gießen.

Sie werden jetzt, so die Hoffnung der Helfer, voraussichtlich noch diesen Monat ihren Bescheid erhalten. Dieser Tage ging den fünf jungen Männern bereits der Berechtigungsschein für einen Integrationskurs zu. Dieser wird nach einem Einstufungstest im Laufe des Septembers beginnen. Bei Gründung des Arbeitskreises war noch Kritik daran laut geworden, dass die Syrer bereits seit einem Dreivierteljahr auf die Bearbeitung ihrer Anträge warteten.

Wie Bürgermeister Hans Heinz Keursten beim ersten Treffen sagte, habe die Gemeinde mit den fünf Flüchtlingen ihr Aufnahme-Soll erfüllt. Wenn sie oder auch private Vermieter Wohnungen zur Verfügung stellten, könnten auf freiwilliger Basis weitere Asylsuchende in den Ort kommen. Man habe zwar eine Unterkunft in Ober-Hainbrunn, so Keursten, diese müsse aber erst noch renoviert werden. Auf privater Basis gebe es eine Wohnung in der Hinterbach, die aktuell vorrangig für eine Familie zur Verfügung stehe.

Koutaiba, Havon und Khalil waren mit Beisel zum Eröffnungstreffen gekommen. Sie drückten ihre Freude darüber aus, in Rothenberg gut untergebracht sein und dankten für die nette Aufnahme durch die Bevölkerung. Koutaibe ergänzte, er wolle sich gerne einbringen und „hier etwas tun“.

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