Musik erfüllte beim Ausklang-Konzert eindrucksvoll die Hirschhorner Klosterkirche

„Gott als Wegweiser in unserem Leben, als Beschützer und Anker“ war die Botschaft verschiedener musikalischer Stücke beim Ausklang-Konzert in der Klosterkirche Hirschhorn. Mit dem getragenen und besinnlichen Werk von Heinrich Schütz, „Aller Augen warten auf dich Herre“, eröffnete das Gesangsensemble der Musikschule Eberbach „Konsortium Serafim“ (Zusammenkunft der Engel) den Abend. Das eindrucksvolle Konzert klang mit diesem Stimmen im Kirchenschiff auch aus – mit „Nada te turbe“, einem aus Taize überlieferten Gesang.

Besonders bewegend waren „Sieh auf deinem Weg“ und „Hymn a la Nuit“ – beides Lieder aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu“. Caroline Bauer als Leiterin des Ensembles trat auch solistisch hervor. Den empfindsam-lyrischen Altarien aus Mendelsohns Oratorium „Elias“ hauchte sie mit ihrer kräftig-samtigen Stimme einen eigenen Charakter ein. Sie harmonierte mit dem glänzenden Sopran von Stefanie Schwarzer. Beide bedienten sich mit dem Duett „Zion streckt seine Hände aus“, einmal mehr Musik aus dem „Elias“.

Mendelssohn beschäftigte sich über zehn Jahre mit dem Elias-Stoff, bis das Werk schließlich ein Jahr vor seinem Tod uraufgeführt wurde. Da sich der Karmeliterorden in seiner Überlieferung auf Elias als den mythologischen Ordensgründer beruft, war mit der Musik eine weitere Verbindung geschaffen. „Meine Seele hört im Sehen“ (G.F. Händel), vorgetragen von Schwarzer im Wechselspiel und unter Begleitung von Blockflöte und Klavier, sowie Händels berühmtes Largo – Rezitativ und Altarie aus der Oper Xerxes „Ombra mai fui“, interpretiert von Bauer – zeigten, wie eindrucksvoll Musik die Klosterkirche erfüllen kann.

Alle Solisten des Abends begleitete Agnes Heilmann sehr einfühlsam und wach auf dem Klavier. Mit der Flötistin Elke Kleinert-Endlich präsentierte sie zwei Sätze aus Schuberts Sonatine op. 137 Allegro molto und Andante. Es entfaltete sich der beschwingte und leichte Charakter des Werks, nicht zuletzt wegen des perfekten Zusammenspiels der Musikerinnen. Solistisch begeisterte Kleinert-Endlich mit „In dich hab ich gehoffet“ (Harald Heilmann) und „Imitations of Birds“. Sie zeigte exzellentes technisches Können und Fingerfertigkeit und entlockte der Flöte warme, schnelle, aber auch einmal schrille und kantable Melodien.

„Der Herr ist mein Hirte“: Unter diesem Motto steht das Ausklang-Konzert am Mittwoch, 17. August, 20.44 Uhr in der Klosterkirche Hirschhorn. Gestaltet wird es von Gudrun Habig-Kühn (Klavier, Orgel) und Nicole Kropmaier. Umrahmt werden die Musikstücke von meditativen Texten zu diesem Thema. Seit über 50 Jahren ist Habig-Kühn als Organistin tätig, darunter auch in Neckarsteinach und Hirschhorn. Neben ihrer früheren Tätigkeit als Konzertsängerin begleitet sie jetzt viele Chöre. Die Förderung junger Gesangstalente liegt ihr besonders am Herzen – wie auch Nicole Kropmaier, die sie auf Orgel und Klavier begleiten wird.

 

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