Zu große Schäden: L 3119 zwischen Hirschhorn und Hainbrunn wird ab dem 15. August für vier Wochen voll gesperrt

Jetzt kommt es doch ganz dicke für die Hirschhorner und Hainbrunner: Die L 3119 zwischen der Neckarstadt und dem teilweise zu Rothenberg, teilweise zu Hirschhorn gehörenden Ort im Finkenbachtal wird ab Montag, 15. August, komplett gesperrt. Dies teilte jetzt die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil mit. Die Sanierung eines Böschungsabrutschs gestalte sich aufwändiger als gedacht und könne nicht wie geplant unter halbseitiger Sperrung durchgeführt werden.

Bei den seit 2. August durchgeführten Baumaßnahmen an der Straßenböschung zwischen Hainbrunn und Hirschhorn sei festgestellt worden, dass diese stärker beschädigt ist als bisher angenommen. Die am 15. August beginnende Vollsperrung wird laut Hessen Mobil etwa vier Wochen andauern. Die Böschung sei durch die starken Regenfälle im Juni stark durchnässt und abgerutscht. Aufgrund der starken Beschädigungen bestehe nun die Gefahr, dass während der Sanierung die Fahrbahn mit absacke.

„Große Belastungen erhöhen dieses Risiko“, so die Mitteilung. Dies berge nicht unerhebliche Gefahren für die Verkehrsteilnehmer. „Eine Vollsperrung ist daher unumgänglich“, teilt Hessen Mobil mit. Im Rahmen der Baumaßnahmen sei es notwendig, das lose Material vollständig zu entfernen, damit die Böschung auf festem Untergrund gebaut werden kann. Diese werde dann stufenförmig aufgebaut und verdichtet.

Im Oktober geht es auf dieser Strecke aber schon weiter mit anderen Baumaßnahmen. Geplant ist auf 600 Metern ab dem Brombacher Wasser talaufwärts die Errichtung eines hangseitigen Steinfangzauns. Da dabei manchmal das Bohrgerät auf der Straße steht, muss auch während diesen Arbeiten die Strecke teilweise voll gesperrt werden, teilweise gibt es eine Ampelregelung.

Während der jetzigen und kommenden Vollsperrung wird der Verkehr über Kortelshütte und Rothenberg auf der L 3410 umgeleitet. Von dort können Fahrzeuge bis zwei Tonnen über die Brunnenwiesen zur Poststraße in Ober-Hainbrunn fahren, solche bis 3,5 Tonnen über die Gemeindeverbindungsstraße zum Ortseingang Finkenbach und dann zurück nach Hainbrunn. Wahlweise aus dem Tal heraus in umgekehrter Richtung. Das verdrei- und vervierfacht sowohl Kilometer als auch Fahrzeit.

Größere Transporter und Lkw sind noch schlechter dran. Sie müssen weiter über die L 3410 bis fast nach Beerfelden kurven und von dort über den Leonardshof und Finkenbach wieder zurück. Wenn sie am „Heldenhain“ um die enge Spitzkehre und die Verkehrsinsel herumkommen. Denn sonst bleibt, um von Hirschhorn aus das sonst knapp vier Kilometer entfernte Hainbrunn zu erreichen – oder von dort das Finkenbachtal abwärts -, nur der über eine halbe Stunde zeitaufwändigere Umweg über die B 45 Eberbach-Beerfelden.

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