160 Haxen gingen am Kerwemontag in Hirschhorn über die Theke

„Willkommen bei typischem Kerwewetter“, nahm Andreas „Ätsche“ Körber den leichten Nieselregen bei der Eröffnung der Hirschhorner Kerwe mit Humor. Kein Wunder, denn seit der Sportgaststätten-Wirt vor drei Jahren die Ausrichtung neben den Sportplatz übernommen hat, ist pünktlich mit Beginn das Wetter schlecht. Diesmal aber zum Glück nur dann, denn die folgenden beiden Tage blieb es bis auf einen Schauer am Sonntag trocken und die Gäste strömten anstelle des Wassers von oben.

Der Fassbieranstich war ebenfalls eine trockene Angelegenheit. Erster Stadtrat Karlheinz Happes scheint dafür sowieso ein gutes Händchen zu haben, denn schon bei der Ersheimer Kerwe (die er irrtümlich nochmal für eröffnet erklärte) war das Anzapfen des Bierfasses ohne Malheur über die Bühne gegangen. „Der Hammer ist trocken“, registrierte Happes beruhigt, dann könne nichts schiefgehen. Es sei für ihn eine Ehre, die Veranstaltung zu eröffnen, meinte er, und wünschte viel Spaß an den drei Tagen.

Obwohl der Himmel erst langsam seine Schleusen schloss, waren trotzdem schon ein paar Gäste gekommen, die im Zelt der Zeremonie beiwohnten. Geschäftsführer Wilhelm Werner von der Dachsenfranz-Brauerei, seit Jahrzehnten Hirschhorner Kerwe-Partner, hatte 20 Liter Kellerfreibier mitgebracht, die danach unters Volk verteilt wurden. „Ätsche“ dankte DJ Volker, der die Kerwe am Mischpult begleitete, für die „permanente Sommermusik“, mit der dieser schon ein paar blaue Fetzen am Horizont zum Vorschein gebracht hatte.

Eine Gaudi ist traditionsgemäß die Vereinsolympiade, bei der sich am Sonntagabend sechs Teams in verschiedenen Disziplinen miteinander maßen. Die mussten unter anderem Limbo tanzen, mit einem Bierdeckel auf dem Kopf über Hindernisse balancieren oder Bierkasten nach vorn durchreichen. Sieger war die Feuerwehr Hirschhorn punktgleich mit den Aktiven des FCH. Aber auch den restlichen Tag über herrschte reger Betrieb, als nach einem mittäglichen Tröpfeln sich das Wetter von seiner besten Seite zeigte.

Die Haxen mit Kraut waren am Montagmittag der Renner. Viele Firmen kommen dann zum Mittagessen vorbei, um den Austausch mit- und untereinander zu pflegen. „160 Stück wurden vertilgt“, meinte Körber erfreut. Der Besuch an den drei Kerwetagen dürfte ähnlich dem des Vorjahres gewesen sein, da der nasse Start und ein Schauer am Sonntag doch ein wenig die Bilanz verhagelten.

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