Junge Brombacher brachten alten Brunnen gegenüber des Schulhauses wieder auf Vordermann

Nicht nur drüber reden, sondern auch machen: Nach diesem Motto handelten zwölf jüngere und jung gebliebene Brombacher und polierten den Brunnen gegenüber dem alten Schulhaus wieder auf. Er ist einer von sieben, die im kleinen Eberbacher Stadtteil frisches Nass geben, das aus natürlichen Quellen stammt und direkt aus dem Berg kommt. An Wasserspender, Trog, Anlage und Abfluss hatte im Laufe der vergangen Jahre stark der Zahn der Zeit genagt.

Die Idee hier zu Werke zu gehen hatten die beiden jungen Ortschaftsräte Raphael Seib und Dennis Weber. Für die fachliche Seite standen die Fliesenleger Ronny Sauter sowie Kai und Nico Hufnagel zur Verfügung. An fünf Abenden gingen die Brombacher zu Werk und leisteten so um die 80 ehrenamtlichen Arbeitsstunden, rechnete Seib aus. „Wir haben der Stadt Eberbach viel Geld gespart“, meinte Weber augenzwinkernd.

Dass der alte Viehtränk-Brunnen dringend einer Auffrischung bedurfte, hatte sich bei der Ortsbegehung im Frühjahr herausgestellt. Denn er hat schon Jahrhunderte auf dem Buckel. „Die Älteren haben immer irgendwas im Ort repariert“, sagte Weber. „Da haben wir Jungen uns gesagt, wir machen jetzt auch was.“ Mit Leander Schmitt hatte man bei der Stadt einen Ansprechpartner, der den Aktiven das benötigte Material zur Verfügung stellte.

Bevor im Herbst das schlechte Wetter kommt, wollten die Brombacher noch Nägel mit Köpfen machen. Die Grasnarbe wurde abgestochen, der Brunnen trocken gelegt und komplett gereinigt, die alten Rinnsteine aus dem Boden geholt. Um die vorherige Betonmauer durch Sandstein zu ersetzen, schaute sich Weber im Wald um und brachte von dort ein paar Findlinge mit, die vom Wegebau übrig waren.

Auf 35 Meter bergab galt es die Rinne wieder herzustellen. „Bei 30 Grad die Zwischenräume auszufugen, war schon eine Herausforderung“, erläuterte Seib. Dabei wurden die alten Steine wieder verwendet. Zur Wiederinbetriebnahme hatten sich die Aktiven versammelt und ließen das Wasser in den Brunnen fließen. Als es dann über den Rand nach außen schwappte und entlang der Straße nach unten floss, gab es ein großes Hallo. Mit einem kleinen Grillfest wurde die Aktion abgeschlossen.

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