Das letzte Beerfelder Gewerbegebiet wird erschlossen

Die Erschließung des letzten Beerfelder Gewerbegebiets ist in der Mache. Im Zieglersfeld (von der Dieselstraße aus gesehen hangabwärts Richtung B45) sollen den Firmen nach dem kommenden Winter Bauplätze zur Verfügung stehen. Die Tiefbauarbeiten laufen bereits, mit dem Spatenstich wurde die Maßnahme nun offiziell eingeläutet. Ab 2000 Quadratmeter aufwärts sind alle Grundstücksgrößen möglich, erläuterte Jochen Jäger von der erschließenden Hessischen Landgesellschaft (HLG).

Diese hat das betreffende Gelände bereits vor etwa zehn Jahren gekauft, aber bisher weiter landwirtschaftlich betreiben lassen. Die HLG führt nun Straßenbau sowie Verlegung von Wasser- und Abwasserleitungen durch und finanziert auch die komplette Maßnahme vor. 27.000 Quadratmeter Gewerbefläche stehen laut Jäger zur Verfügung. 7000 davon angrenzend an die Dieselstraße seien bereits verkauft. Mit drei weiteren Betrieben sei man in ziemlich konkreten Verhandlungen.

Für die Planung ist Diplom-Ingenieur Herbert Siefert aus Beerfelden zuständig. Die Bauzeit sei bis Ende Januar veranschlagt, sagte er. Diese umfasst seinen Worten zufolge auch die Verlegung von Medienkabeln, Straßenbeleuchtung, E-Netz und Telekom-Anschlüsse. „Wir brauchen die Straße, um weitererschließen zu können“, meinte Bürgermeister Gottfried Görig. Denn außer in den direkt an der Dieselstraße liegenden Flächen müsse das Schmutzwasser aufgefangen und wieder nach oben ins Kanalnetz gepumpt werden.

Mit der Erschließung wolle man dem örtlichen Gewerbe die Möglichkeit zur Erweiterung und Betrieben aus der Region zur Ansiedlung geben, erläuterte der Bürgermeister. Auf der anderen Seite der Dieselstraße hätten in der vergangenen einige Unternehmen aus der Stadt die Chance zur Ausdehnung genutzt, da es in der Stadtmitte zu eng geworden sei. Je schneller die Grundstücke verkauft werden können, desto positiver fürs Gemeindesäckel. Denn nach Ablauf der Vertragslaufzeit mit der HLG müssen diese von der Kommune aufgekauft werden.

Zum Spatenstich waren außerdem Stadtbaumeister Peter Bauer, Geschäftsführer Frank Schild von der ausführenden Eberbacher Firma Michael Gärtner und deren Bauleiter Dietmar Skrodzki gekommen. Sie nahmen zusammen mit Jäger, Siefert und Görig danach das Gelände in Augenschein.

 

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