FC Finkenbachtal holte das Oktoberfest wieder in den Odenwald

Eine Hermann-Wilhelm-Halle ganz in Weiß-Blau machte deutlich, wohin die Reise ging: aufs Oktoberfest. Das holt der FC Finkenbachtal schon seit zehn Jahren in den Odenwald, um süffiges Bier und deftige Speisen aus dem Nachbarbundesland anzubieten und der Bevölkerung einen unterhaltsamen Nachmittag zu bieten. Bei volkstümlich-schmissiger Unterhaltungsmusik durch die Feuerwehrkapelle Waldkatzenbach strömten die Besucher den ganzen Tag über in die gemütliche Halle – kein Wunder, draußen war’s ziemlich ungemütlich.

FC-Vorsitzender Gerd Brechenser freute sich, dass in der zehnten Auflage des Festes wieder zahlreiche Gäste aus dem Oberzent und dem Überwald den Weg ins Tal gefunden hatten und die Gastfreundschaft des Vereins genossen. Willi Walter mit seiner Tochter Lisa, die jedes Mal von Ober-Schönmattenwag über die Raubacher Höhe nach Finkenbach kommen, gehört quasi schon zum Inventar. Genauso lange wie das Oktoberfest besteht, sind die Waldkatzenbacher mit ihren etwa 20 Musikern unter der Leitung von Gerd Prilipp und der Vorsitzenden Stefanie Schölch dabei.

„Rosamunde“, „Du gehörst zu mir“, „Rot rot sind die Rosen“, „Vogelwiese“ oder „Ich war noch niemals in New York“ hießen ein paar der volkstümlichen Stimmungslieder und Schlager, mit denen die Kapelle vier Stunden lang bestens unterhielt. Marietta Schölch und Heinrich Nuß sowie Nicole Wagner und Werner Schölch glänzten dabei als Solisten-Duo. Für Brechenser ist der traditionelle Auftritt der Feuerwehrkapelle mit ein Erfolgsgeheimnis des Oktoberfests, zu dem jedes Jahr mehr Gäste begrüßt werden.

Wie auch beim „Finki“ kann sich der FCF bei der Durchführung auf die Unterstützung aus dem Dorf verlassen. Die Kuchen, gespendet nicht nur von Vereinsmitgliedern, sondern auch von Ortsbürgern, sind eine Pracht. Aber genauso schnell verzehrt wie gebracht. 15 Helfer aus dem Verein sorgen den ganzen Tag über dafür, dass es den Besuchern an nichts fehlt. Dazu wird vieles selbst zubereitet. Etwa die am Tag zuvor geschnippelten Radi oder das Rot- und Sauerkraut, das ebenfalls schon 24 Stunden zuvor vorbereitet wird.

Die Maß Bier für nur sechs Euro gegenüber fast 11 beim Münchner Original ist natürlich ein Wort und wurde gerne bestellt. Aber auch sonst waren die Speisen nichts für den empfindlichen Magen, wenn Schweinhaxe mit Kraut und Knödeln, Weißwurst mit Brezn oder Fleischkäse mit Zwiebelsoße auf den Tisch kamen. Die Qualität des Essens hat sich jedenfalls herumgesprochen. Über die Mittagszeit waren in der Halle praktisch keine Sitzgelegenheiten mehr zu ergattern.

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