Unterstützung aus Rothenberg für die Hospiz-Initiative im Odenwald

Auch das Höhendorf wird die Hospiz-Initiative Odenwald unterstützen. Die Gemeindevertretung beschloss auf ihrer vergangenen Sitzung einstimmig, wie die anderen Odenwald-Gemeinden im kommenden Jahr einen Euro pro Einwohner an den Verein weiterzugeben. Damit soll der laufende Betrieb sichergestellt werden. 2018, 2019 und 2020 werden es dann 50 Cent pro Bürger sein. Der Beschluss der Mandatsträger erfolgte einstimmig.

Gemeindevertreter-Vorsitzender Dr. Horst Schwinn erläuterte die Hintergründe. Demnach beruht der Vorschlag auf einer einstimmigen Empfehlung der Gemeinde-Kreisversammlung. Gerade innerhalb der ersten vier Jahre sei die Einrichtung durch anfängliche Investitions- und Personalkosten verstärkt auf Spenden angewiesen. Danach soll sich das Hospiz selbstständig wirtschaftlich tragen. Andere Häuser in Walldürn, Bensheim und Hanau führten inzwischen bereits längere Wartelisten.

Es sei sehr schwierig, die Begleitung von Todkranken ambulant durchzuführen, sagte Schwinn. Sie sei sehr aufwendig und belastend. Die jetzige Kapazität in Erbach mit nur zwei Zimmern reiche längst nicht mehr aus. Bürgermeister Hans Heinz Keursten ergänzte, dass man eine ähnliche Einrichtung mit acht Zimmern bereits für Rothenberg angedacht hatte. „Aber sie ist an der Finanzierung gescheitert.“ Deshalb freute er sich umso mehr, dass es über die Rotarier einen Investor gebe.

Wie Schwinn ergänzte, solle der Hospiz-Initiative mit den Gemeindebeiträgen die Sicherheit für den laufenden Betrieb gegeben werden. Dieser soll im 24-Stunden-Betrieb erfolgen. Parallel dazu könnten die Kommunen zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um Spendenmittel einzuwerben. Dies kann laut Schwinn über Öffentlichkeitsarbeit oder Vereinsansprachen erfolgen.

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