Fröhliches Kürbisfest am Hirschhorner Waldkindergarten

Mit Kürbissen und Laternen versehen machten sich Kinder und Erwachsene auf in den Wald: Zum dritten Mal hatte der Hirschhorner Waldkindergarten (WaKi) an seinen Bauwagen oberhalb des Forstwegs zum Kürbisfest eingeladen. Nicht nur die „eigenen“ Kinder, sondern auch solche, die bald den WaKi besuchen werden und andere, die bereits in die Schule gehen, waren mit Eltern und Großeltern dabei. Als die etwa 30-köpfige Schar ankam, wartete bereits das lodernde Feuer. Gemeinsam wurden Stöcke fürs Stockbrot geschnitzt. Und schon bald rösteten die ersten Stockbrote über den Feuer vor sich hin.

Die sollten aber nicht allein den Hunger der Kinder und Eltern stillen. Dem Motto gemäß gab es natürlich auch Kürbissuppe, zu trinken einen Apfelkürbissaft und Kinderpunsch. Mit Laternen und Gesang machte sich die Gruppe später wieder auf den Heimweg, als es dämmerte und damit die Lichter im dunklen Wald besonders gut zur Geltung kamen. Der Laternenumzug endete am unteren Bauwagen, wo mit Laternenliedern das Fest ausklang.

Derzeit werden im Waldkindergarten des Wilhelmsfelder Vereins Postillion acht Kinder betreut, die meisten davon Dreijährige aus Hirschhorn. Im Winter und Frühling werden laut Leiterin Carmen Scheurich noch einige weitere Dreijährige dazu kommen, sodass es dann nur noch wenige freie Plätze gebe. Das heißt: „Endlich hat sich der WaKi in Hirschhorn etabliert“, freut sie sich. „Immer mehr Eltern sehen die Vorteile, die die Waldpädagogik zu bieten hat.“

Das Einzugsgebiet geht laut der Leiterin „weit über die Grenzen Hirschhorns hinaus“. Eberbach, Heddesbach und Schönbrunn zählen derzeit dazu. Derzeit laufe der Betrieb „schön und harmonisch“, betont Scheurich. Dass mit Ina Selinger eine frühere Kollegin wieder den Weg zurück nach Hirschhorn fand, ist ihr eine besondere Erwähnung wert. Dazu kommen „super Kids und nette Eltern“.

Waldpädagogik zeichnet sich Scheurich zufolge nicht nur durch den ganzjährigen Aufenthalt im Freien und die Vermittlung von Sachverhalten rund um die Natur aus, sondern auch dadurch, dass die Kinder mit in die alltäglichen Aufgaben einbezogen werden (lebenspraktischer Ansatz nach Ingrid Miklitz). So wurde die Kürbissuppe auch von den ihnen zubereitet. Eifrig haben selbst die Dreijährigen mit Messern hantiert, um Kürbisse und Kartoffeln kleinzuschnippeln. „Stolz präsentierten sie dann ihre Suppe“, so Scheurich. Eine große Schar hatte bei einem fröhlichen Fest viel Spaß.

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