Auf 25, 41 und 62 Kilometern ging der Halloween-Distanzritt rund um Rothenberg

Auch die zweite Auflage des Halloween-Distanzritts war ein voller Erfolg. Wie im vergangenen Jahr zur Premiere spielte das Wetter optimal mit. „Gegen halb 10 kam hier auf der Höhe die Sonne raus“, freute sich Andreas Müller, dessen Frau Nina zusammen mit Christel Schmidt aus Rothenberg sowie Jutta Christmann aus Lampertheim die Organisation übernommen hatte. Viele Helfer vom Reit- und Fahrverein Oberzent Beerfelden (RFVO) unterstützten die privat organisierte Veranstaltung im Rahmen des Verbands deutscher Distanzreiter (VDD), so Müller, gleichzeitig Pressewart des RFVO.

Ebenso wie im Vorjahr gingen 24 Paare an den Start – ein paar weniger als die 36 Nennungen im Vorfeld, aber einige Reiter hatten wegen Krankheit kurzfristig absagen müssen. Der Großteil von ihnen hatte eher eine kurze Anfahrt aus den verschiedenen Orten des Odenwaldkreises. Aber auch aus dem Schwäbischen und mit der weitesten Anreise aus dem Saarland waren Starter vertreten. Die konnten in diesem Jahr aus drei Strecken wählen: 25, 41 und 62 Kilometer. Christel Schmidt und Mirjam Kirchner hatten sie als Ortskundige ausgesucht.

Die längste Strecke führte vom Start an der Rothenberger Sporthalle über den Höhenrücken bis nach Beerfelden in die Stried. Dort fand ein erstes Pulsmessen statt, ehe es dann zurück über Kortelshütte und den Segelflugplatz ging. Die Schlussrunde führte über das Gammelsbachtal wieder zum DRK-Heim. Dort wartete die große Tierarztkontrolle auf die Pferde. Vier Veterinäre waren vor Ort, „die im Zweifel zum Wohl des Tieres entscheiden“, so Müller.

Aber auch die Reiter selbst hatten ihre Vierbeiner genau im Blick. „Zwei sind von sich aus ausgestiegen, weil das Pferd sich anders als sonst verhielt“, erläuterte er. Außerdem empfehle es sich manchmal, den Wettbewerb taktisch anzugehen. Nicht immer macht es laut Müller Sinn, in vollem Galopp ins Ziel einzureiten, weil dann der Puls des Tieres in der Endkontrolle nochmal hochgehen und zum Ausschluss führen könnte. Die richtige Mischung macht’s somit.

Die Erstveranstaltung im vergangenen Jahr kam bei den Teilnehmern super an, wusste er. „Viele haben sich gleich darauf für 2016 angemeldet.“ Die Reiter seien begeistert gewesen vom Umfeld, von der Strecke, der Organisation und dem Ablauf. „Auch in diesem Jahr hatten wir eine sehr gute Resonanz“, freute sich der Pressewart. Denn wieder schien die Sonne auf der Höhe, während im Tal noch der Nebel waberte. „Ziemlich sicher gibt’s eine Fortsetzung“, kündigte Müller an.

Die Teilnehmerzahl sei natürlich noch steigerungsfähig, aber die Organisatoren seien froh darüber, dass die Veranstaltung angenommen so gut werde. Die zuletzt gestarteten Reiter über 25 Kilometer waren am Mittag nach zweieinhalb Stunden die ersten im Ziel, gefolgt von den 41- und 62-Kilometer-Teilnehmern. Die waren bereits vorher auf die Strecke gegangen. „Generell schneller als im vergangenen Jahr“ waren laut Müller die Pferde unterwegs – was sicher auch daran lag, dass es dieses Mal nur 400 statt 800 Höhenmeter zu bewältigen gab.

Die Distanzreiter, erläuterte er, seien eine „überschaubare Truppe“, die aber deutschland- und europaweit aktiv sei. Da Christel Schmidt selbst dazu gehöre, war es laut Müller naheliegend, den Ritt in Rothenberg nach VDD-Kriterien durchzuführen. Halloween als Termin habe sich angeboten, weil es dadurch keine Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen gebe. Dem Anlass geschuldet waren die Kürbisse als Wegmarkierungen und die eine oder andere Verkleidung.

Die Rothenbergerin Christel Schmidt hatte schon vor einigen Jahren die Idee, einen Distanzritt anzubieten. „Bisher fehlte aber einfach die Zeit dazu.“ Denn die Vorarbeiten waren nicht ohne. Es galt zu klären, welche Strecken ausgeschildert würden, „wie sie zu reiten sind“ – und ob man dort auch reiten dürfe. Vor knapp einem Jahr begann man mit der Grobplanung, ab dem Frühjahr ging’s dann in die Details der Streckenplanung und die Klärung mit dem Forstamt. Über den VDD wiederum wurde die Software zur Verfügung gestellt.

Um die 40 bis 50 Helfer waren am Tag selbst im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Dankbar war man seitens der Organisatoren für die große Unterstützung nicht nur aus der Bevölkerung, sondern auch von der Gemeinde Rothenberg und durch das DRK, das seine Räume bei der Sporthalle zur Verfügung stellte.

 

Advertisements