Kunsthandwerk in allen Facetten bei der Ausstellung im Neckarsteinacher „Schwanen“

Eine bunte Palette an Kunsthandwerk jeglicher Art bot die Ausstellung im Bürgerhaus „Schwanen“ im Rahmen des Allerheiligenmarktes. Trotz des herrlichen Wetters waren die Räume schon bald ab Beginn sehr gut gefüllt mit interessierten Besuchern, die an den verschiedenen Ständen verweilten. Etwa 30 Austeller aus der gesamten Region zeigten ihre selbst gefertigten Exponate und demonstrierten teilweise sogar deren Herstellung vor Ort. Auch altes Handwerk kam durch die Seilerei zu seinem Recht.

Mit Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit waren einige Produkte darauf ausgerichtet. So die verschiedenen Magnete mit weihnachtlichen Motiven, Glasmalerei, diverse Sterne oder auch Klöppelarbeiten. Andererseits war auch Schmuck stark vertreten. Für den nahenden Winter gab es selbst Gehäkeltes und Gestricktes zu erstehen. Selbst geklebte Postkarten, Kunstmalerei, Stofftiere, Filz- oder Holzarbeiten rundeten die große Palette ab.

Ulrike Müller aus Neckarsteinach fertigt filigrane Schmuckarbeiten „als Hobby nebenher“. Zum Teil arbeitet sie nach eigenen Entwürfen, zum Teil nach Vorgaben. „Ohne gute Augen und eine gute Feinmotorik geht es nicht“, lacht sie. Denn manche Perlen seien „nicht einmal einen Millimeter groß“. Ihre Bandbreite reicht dabei von Halsketten über Ohrstecker bis hin zu Ringen.

Gabriele Rauxloh, die die Ausstellung jedes Mal für den Heimat- und Kulturverein organisiert, freut sich immer über den schönen Zuspruch sowohl von Gästen als auch Kunsthandwerkern. Die finden mit Orten wie Meckesheim, Neckargemünd, Aglasterhausen, Zwingenberg oder Gaiberg vor allem aus der Nähe den Weg in die Vierburgenstadt – oder stammen schon aus dieser. Aber auch von der Bergstraße und noch weiter weg, aus Niederbayern, sind Aussteller gekommen. Letztere stammen ursprünglich aus dem Ortsteil Neckarhausen und kommen gerne in die alte Heimat zurück.

„Strickeln und Häkeln kann jeder“, heißt es schmunzelnd von der vierköpfigen Klöppelriege. Die Damen führen das alte Handwerk mit viel Akribie vor. „Wir treffen uns regelmäßig“, sagen sie, denn fürs Erlernen braucht es neben Begabung auch Zeit und Geduld. Die Motive werden dabei moderner, lässt sich beobachten. Weg von den reinen Borten gibt’s nun auch Schmetterlinge, Vögel, Sterne, Blumen oder klassisch weihnachtliche Motive. „Viele Stunden Arbeit“ stecken dabei selbst in den kleinsten Objekten.

Johanna Kegebein aus Zwingenberg (Neckar) zieht mit ihrer plastischen Malerei und Gestaltung am Treppenaufgang viele Blicke auf sich und ihre Werke. Sie arbeitet direkt am Stand. Gut kann man beobachten, wie aus Pinselstrichen langsam ein Gesicht entsteht. Ihre Motive sind aber sehr vielschichtig. Da tauchen dann auch mal eine Kaffeetasse oder ein Pferdekopf auf.

Anna Dragmanli aus Neckargemünd beschäftigt sich schon seit 20 Jahre mit Glasperlen-Schmuck. Zu der Zeit habe sie ein Perlentier geschenkt bekommen. „Damals hat mich die Leidenschaft gepackt und nicht mehr losgelassen“, erzählt sie. „Ich setze mich abends zur Entspannung drei bis vier Stunden hin und fädle“, meint Dragmanli. Ihren Unikat-Glasperlenschmuck stellt sie in viel Kleinarbeit komplett per Hand her.

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