Landesstraße zwischen Hirschhorn und Hainbrunn ist wieder frei befahrbar

Die seit Mitte Oktober andauernden Bauarbeiten an einem Steinfangzaun oberhalb der Landesstraße 3119 zwischen Hirschhorn und Unter-Hainbrunn sind beendet. Damit ist auch die halbseitige Sperrung aufgeboten, die im zweiten Bauabschnitt seit Anfang November den Verkehr regelte. Zu Beginn der Bauarbeiten war die Maßnahme unter Vollsperrung durchgeführt worden.

Im Rahmen der Baumaßnahme wurden laut einer Mitteilung der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil auf einer Länge von etwa 600 Metern Böschung Steinschlag-Schutzzäune angebracht. Die Arbeiten wurden in insgesamt drei Bauabschnitten durchgeführt. Die Maßnahmen zur Böschungssicherung wurden demnach notwendig, da Hessen Mobil zufolge „die Gefahr bestand, dass dort Steine auf die Fahrbahn fallen könnten“.

Starke Rotwildwanderungen im Gebiet hätten diese Möglichkeit verstärkt, heißt es. Denn die Tiere könnten zusätzlich Steine lostreten. Das Sandgestein an dem bis zu 80 Grad aufsteigenden Hang weise daneben große Zerklüftungen auf, die teilweise nur durch starken Bewuchs gehalten wurden, so die weitere Begründung.

Allerdings konnte von den Einwohnern aus den angrenzenden Orten diese Argumentation in keinster Weise nachvollzogen werden. „Ich fahre diese Strecke nun schon seit 30 Jahren und habe noch nie einen Stein auf der Straße gesehen“, meinte ein Beerfeldener, der in Hirschhorn arbeitet. Dazu gebe es neben der Straße einen Graben, der die Steine auffangen könne. Kritisiert wurde die Höhe der dafür verwendeten Mittel von 470.000 Euro. Die hätte man anderswo für kaputte Straßen viel besser verwenden können.

Advertisements