Riesiger Andrang beim Neckarhäuser Weihnachtsmarkt – Erlös geht an wohltätige Zwecke

Glühwein trinken für einen guten Zweck: Beim Neckarhäuser Weihnachtsmarkt ist das bereits zur schönen Tradition geworden. Zusammen mit dem Verkauf der vielen selbst hergestellten Produkte sorgte dies dafür, dass jedes Jahr ein schöner Betrag für wohltätige Zwecke zusammenkommt, weil auch wirklich jeder Cent Gewinn gespendet wird. So viel wie dieses Jahr war es aber noch nie: Über 50 Liter Glühwein gingen an einem Abend über die Theke, fast 2000 Euro können die Organisatoren spenden.

Klein, fein, schnucklig, gemütlich: Zum siebten Mal fand der Neckarhäuser Weihnachtsmarkt am Feuerwehrhaus statt. Und war, wie die Jahre zuvor auch, wieder sehr gut besucht. Auf kleinstem Raum findet sich einfach alles rund ums Fest in Form von handgefertigten Geschenkideen jeder Art. Kein Wunder, dass sich viele Einwohner und auch Besucher von außerhalb einfinden, um dort ein paar schöne Stunden zu verbringen. Inzwischen hat sich die urige Atmosphäre herumgesprochen und Gäste kommen sogar aus Mannheim oder dem Kraichgau.

Die Idee für einen Weihnachtsmarkt hatte ein Team von zehn Personen, zu dem auch Marion Koch gehört, vor sieben Jahren bei der Uferkerwe. Da es im näheren Verwandtenkreis viele Gleichgesinnte gab, war die Veranstaltung ruckzuck organisiert. Freunde und Bekannte helfen ebenfalls mit, sodass immer ein schöner Reinerlös übrig bleibt. Der wird nämlich jedes Jahr für einen guten Zweck gespendet. Der Glühweinkonsum der Gäste trägt seinen Teil dazu bei.

Auch dieses Jahr kam so ein schönes Sümmchen zusammen. Die Hälfte des Gewinns geht ans Kinderheim Agape in Rumänien, zu dem über ein Neckarhausener Ehepaar der Kontakt besteht. Dieses „bringt alles direkt dorthin“, erläuterte Marion Koch die „kurzen Wege“. Aktuell besteht das Heim 20 Jahre. Mit dem anderen Teil des Erlöses wird die Organisation „Target“ von Rüdiger Nehberg unterstützt. Sie will der genitalen Verstümmelung von Mädchen einen Riegel vorschieben.

Die angebotenen Dinge fanden sehr guten Absatz. Marmeladen, Liköre, Kerzen, Schmuck, Gestricktes oder Gehäkeltes gab es an der einen Budenzeile zu erwerben. Natürlich alles in Eigenarbeit hergestellt, wozu das Weihnachtsmarkt-Team bereits Ende September mit der Produktion loslegt. Da es inzwischen keine Plastiktüten mehr gibt, waren selbst hergestellte Taschen zum Kleinfalten und Mitnehmen der besondere Renner.

Gegenüber konnten sich all die stärken, denen der Glühwein- und Bratwurstduft bereits in die Nase gestiegen war. Die Autofahrer-Version in Form von Kinderpunsch gab’s natürlich auch, dazu noch Crepes. Koch dankte besonders Peter Seib aus Darsberg, der 100 Bratwürste gespendet hatte. Mit selbstgemachter Currysoße gingen sie weg wie warmen Semmeln.

Kerzen- und Feuerschein schufen dazu ein stimmiges Ambiente. Zwischendrin war diesmal als Neuerung eine große Holztheke aufgebaut, an der es sich prächtig verweilen ließ. Die Idee dazu hatte man sich beim Neckarsteinacher Weihnachtsmarkt geholt. Die vielen Teelichter und Feuer ließen bei einbrechender Dunkelheit den schnuckligen Markt besonders gut zur Geltung kommen.

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