Zu teuer: Baustellen-Fußweg an der L3108 in Schöllenbach wird nicht ausgeleuchtet

In der dunklen Jahreszeit ist es an der Baustelle auf der L 3108 in Schöllenbach Richtung Kailbach besonders duster. Der provisorisch angelegt Fußweg ist deshalb nur mit einem guten Tastsinn nutzbar. Wie Bürgermeister Thomas Ihrig auf der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung sagte, habe man eine Ausleuchtung über den Bauträger nicht erreichen können. Ein Ortstermin mit eine Fachfirma erbrachte Kosten von 2000 Euro, damit es auf der Strecke Licht werde. Diese Gelder müsste aber die Gemeinde selbst tragen, wovon laut Ihrig Abstand genommen wurde.

Der Bürgermeister erläuterte, dass die Baumaßnahme derzeit nach Plan laufe. Ein möglicher Stillstand täusche, es werde immer gearbeitet, wenn es die Witterung zulässt. Die Vollsperrung soll nach den Plänen von Hessen Mobil noch bis Ende April dauern. Nutzer des Fußwegs könnten sich in der Zwischenzeit mit Taschenlampen behelfen, so die Empfehlung der Verwaltung (solche befinden sich inzwischen ja auch in den meisten Smartphones).

Ein Urgestein der Kommunalpolitik wurde auf der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung nachträglich beglückwünscht: Vorsitzender Rudolf Brandel feierte vor kurzem seinen 65. Geburtstag. Ihrig würdigte die Verdienste des Geburtstagskindes als langjähriges Mitglied von Gemeindevertretung und Ortsbeirat wie auch in der Vorbereitung der Oberzent-Fusion. SPD-Fraktionsvorsitzender Marcel Gerling schloss sich den Glückwünschen an. „Bleib gesund und fit“, sagte er. Der so Geehrte versprach, auch mit Blick auf dem Gemeinde-Zusammenschluss der ehrenamtlichen kommunalen Arbeit weiterhin erhalten zu bleiben.

Etwas Unverständnis klang in den Worten des Bürgermeisters durch, dass die Erneuerung der Bahnhofstraße im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens Kailbach-Schöllenbach nicht mehr im Herbst durchgeführt wurde. Das habe man erst auf Nachfrage bei der Behörde erfahren. „Die entsprechende Ausschreibung wurde offenbar aufgehoben und soll im Frühjahr wiederholt werden“, sagte er.

Die gemeinsame Steuerungsgruppe zur Dorfentwicklung mit Mitbürgern aus Sensbachtal und Hesseneck hat laut Ihrig inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. In einer weiteren Sitzung am 11. Januar soll die Auftaktveranstaltung für die IKEK-Erstellung am 31. Januar vorbereitet werden, erläuterte er. Dieser schlössen sich Ortsrundgänge an. Ziel sei es, zu Beginn Handlungsfelder und -bedarfe herauszuarbeiten, auf deren Basis dann „Ziele, Strategien und Projekte“ in einem umfangreichen Beteiligungsprozess formuliert werden sollen.

Zu Beginn des kommenden Jahres müsse außerdem die Gemeindevertretung über die weiteren kommunalen Maßnahmen entscheiden, teilte der Bürgermeister mit. Es gebe inzwischen das Angebot des Ministeriums, auf die ab 2017 geltenden, neuen Förderrichtlinien umzusteigen. Deren Inhalte würden nun mit der örtlichen Fachbehörde und den beauftragen Planern besprochen, so Ihrig.

Die kommunalen Steuer- und Gebührensätze werden sich nächstes Jahr nicht verändern, sagte der Bürgermeister. Eine entsprechende Entscheidung traf der Haupt- und Finanzausschuss. Denn mit der Fusion zum 1. Januar 2018 müssten die Gebührensätze in der Oberzent sowieso neu kalkuliert werden. Deshalb habe man von einer Änderung zum jetzigen Zeitpunkt Abstand genommen.

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