Der Rothenberger 2016er-Haushalt läuft besser als geplant

Seit dem Jahr 2010 geht’s mit den Haushaltsabschlüssen der Gemeinde fast stetig aufwärts. Bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2011 sagte Tina Bartmann vom Kommunalservice Oberzent, nach einem Defizit von 200.000 Euro im Jahr 2010 betrug dieses ein Jahr später nur noch 50.000 Euro. 2012 nochmal in ähnlicher Höhe, gab es 2013 einen Überschuss von 90.000 Euro. Durch Sonderabschreibungen werde aber wohl der 2014er-Abschluss wieder ins Minus rutschen.

In ihrem Bericht über den Haushaltsvollzug 2016 konnte Bartmann von einer erfreulichen Entwicklung berichten. Der Etat zeigt sich positiver als im Plan, wo mit einem Überschuss im ordentlichen Ergebnis von nur 3500 Euro gerechnet worden war. Zum Plus tragen vor allem die höheren Einnahmen aus dem Holzverkauf von mehr als 50.000 Euro bei. Der Gemeindeanteil an Einkommens- und Umsatzsteuer liegt noch leicht hinter den Erwartungen zurück, dafür gibt es 20.000 Euro mehr an Gewerbesteuer.

Allerdings können sich alle drei Zahlen noch ändern. Tina Bartmann erläuterte, dass die Endabrechnung des Gemeindeanteils erst Ende Januar erfolge. Dann könne man durchaus noch die Planansätze erreichen. Andererseits ist die Gewerbesteuer sehr volatil und schwer zu kalkulieren. Sollte es tatsächlich mehr sein, stiegen dadurch wiederum Kreis- und Schulumlage an. Aktuell weisen die prognostizierten Steuererträge ein Minus von knapp 15.000 Euro bei einem Volumen von fast 1,7 Millionen Euro auf.

Erfreuliches vermeldete die KSO-Mitarbeiterin zum Finanzmittelbestand der Gemeinde. Der lag Anfang Dezember bei über 900.000 Euro. Kassenkredite waren zu diesem Zeitpunkt keine in Anspruch genommen worden, obwohl es eine Haushaltsermächtigung über 750.000 Euro gegeben hatte. An regulären Krediten wurden nur solche anteilig aufgenommen, welche für die Realisierung der Maßnahmen aus dem Kommunalinvestitionsprogramm abgerufen wurden.

Die KIP-Mittel flossen vor allem in die Sporthalle. Damit wurde die bereits erfolgte Sanierung der Hallendecke mit Heizung, Beleuchtung und Dämmung ermöglicht. Auch den Einbau der Prallschutzwände schloss man damit ab. Insgesamt, inklusive der KIP-Mittel, sollen in diesem Jahr für die Halle 350.000 Euro aufgewendet werden. Für den nächsten Sanierungsabschnitt der Kita Himmelsauge stehen 20.000 Euro zur Verfügung.

Der geplante Investitionskredit in Höhe von 350.000 Euro kam noch nicht zum Tragen, da der Haushalt erst spät genehmigt wurde und damit diese Kreditaufnahme noch nicht möglich war. Hier geht es unter anderem um die Erneuerung der Abscheideanlage am Bauhof, Mittel für den Umbau des Feuerwehrhauses und des Mannschaftsraums im Zuge des Sporthallen-Umbaus, den Digitalfunk sowie die Ersatzbeschaffung eines Tragspritzenfahrzeugs. 90.000 Euro sollen für Straßensanierungen bereitgestellt werden. Die Gemeindevertretung beschloss den Jahresabschluss 2011 und erteilte dem Magistrat Entlastung. Der Bericht zum Haushaltsvollzug 2016 wurde zur Kenntnis genommen.

Verkauft wurde das alte Schulhaus in Finkenbach auf einstimmigen Beschluss der Mandatsträger hin. Dabei handelt es sich nicht um das Backsteingebäude an der Beerfelder Straße, sondern das daneben liegende, leicht nach hinten versetzte. Die Gemeindevertretung nahm das Kaufangebot des bisherigen Mieters an. Dieser hatte das Gebäude zusammen mit einem anderen Ehepaar vor dem drohenden Abriss gerettet und ab 1976 wieder mit größeren Investitionen bewohnbar gemacht.

Advertisements