Mehr als 500 Fans feiern bei der X-Mas-Party mit „Snow“ beim TV Hetzbach bis spät in die Nacht

Mehr als zufriedene Veranstalter, klasse Stimmung, volle Halle sowie eine begeisterte und begeisternde Band: Mehr ging eigentlich nicht beim neunten „X-Mas-Konzert“ der TV-Fußballer in der Krähberghalle. Bis nach 2 Uhr in der Früh begeisterte die Coverband „Snow“ die über 500 Fans mit ihren Versionen von bekannten Schlager-, Rock- und Popsongs. Perfekter Sound, professionelle Animation und ein überzeugender Auftritt bescherte der Gruppe auch in verändertem Line-up gegenüber dem Vorjahr einen Riesenapplaus und etliche Zugabe-Rufe.

„Es lief alles super“, äußerte sich Mitorganisator Michael Daub vom TV „sehr glücklich“ über den Verlauf. Am Anfang war das Publikum fast naturgemäß noch etwas zurückhaltend, stellte er fest. Doch ab Mitte des zweiten Sets und dann nonstop bis zum Schluss „war die Stimmung am Kochen“. Bis zum Ende, beobachtete er, „war die Halle voll“, nur wenige machten schon vorher „schlapp“. Für Daub ist schon klar, dass es auch im kommenden Jahr die „X-Mas-Party“ geben wird – und dann mit einem kleinen Jubiläum zum zehnten Mal. „Snow“ habe bereits Interesse bekundet wiederzukommen. Wie das Programm genau aussehen soll, will sich der Verein noch überlegen.

Nach dem „Super-Feedback“ im vergangenen Jahr, als die Band mit Wurzeln rund um Heilbronn und im Odenwald die Halle bereits kräftig gerockt hatte, ging es diesmal auch gleich mit Beginn wieder sofort in die Vollen. Ein „Rock you like a Hurricane“ der Scorpions zeigte gleich, wohin die Reise gehen würde. Und selbst die Schlagerstücke erhielten durch die druckvolle Rhythmus-Sektion mit Bass, Schlagzeug und Keyboard einen kräftigen Groove.

Mit drei Sängern war die Partyband für alle Songs gerüstet. „Special Guest“ Sascha Fischer und Patrick Haberbosch für den männlichen Part sowie Neuzugang Daniela Goergens, früher bei „Nospeech“, für die weiblichen Stimmen sorgten dafür, dass mit rasanten Outfitwechseln die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt werden konnte – egal ob das jetzt aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Heavy-Metal-Songs oder Schlager.

Die „Hollywood Hills“ von Sunrise Avenue oder ein „Rocking all over the world“ von Status Quo hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Backstreet-Boys- oder Disco-Medley, Songs von den Ärzten, Matthias Reim oder Nena. Zusammen mit Stücken von Queen („I want it all“), Oasis („Wonderwall“), oder Andreas Gabalier („Hulapalu“) der beste Mix, um die Gäste bis in den frühen Morgen bei Laune zu halten. „Im letzten Jahr war die Stimmung sehr gut, denke wir können dieses Jahr noch einen drauf setzen“, hatte Schlagzeuger Timo Eckstein vor dem Konzert gemeint – und er behielt Recht.

Das abwechslungsreiche Programm der jungen Musiker war kombiniert mit einer aufwändigen Bühnen- und Lichtshow. Eine XXL-LED-Leinwand, „in dieser Qualität momentan einzigartig“ (Eckstein), sorgte für stetige visuelle Bescherung. Gespielt wurde alles, was Spaß machte. So folgte auf ein Schlagmedley mit „Wahnsinn“, „Über den Wolken“ oder „Joana“ ein knalliges „I love Rock’n’Roll“ von Joan Jett & the Blackhearts oder „Open your eyes“ der Guano Apes. Alpenrock und Festzelt-Songs sind aktuell besonders angesagt, beobachtete Timo, der mit Gitarrist Josh Theobold und Keyboarder Giuseppe Celentano für den richtigen Sound sorgte.

Die Zuschauer kamen aus dem gesamten Odenwaldkreis, registrierte Daub. Und darüber hinaus auch aus dem Überwald, weil Bassist Alex Fiedel seine Wurzeln in Siedelsbrunn hat und Sascha Fischer in Wahlen. Beide waren früher auch bei der Coverband „NeRo“ aktiv, die in der Region eine riesige Fangemeinde hat und beim einmaligen Revival anlässlich der Hammelbacher Kerwe in diesem Jahr – vier Jahre nach Auflösung – 1000 Besucher ins Festzelt zog. „NeRo“ war in früheren Jahren auch zwei Mal bei der „X-Mas-Party“ dabei

Für die Fußballabteilung des TV bedeutete das „X-Mas-Konzert“ einen Großeinsatz. „Fast alle Spieler helfen mit“, sagte Michael Daub. Inklusive Vorstand waren so an diesem Abend um die 50 Leute im Einsatz, Auf- und Abbau am Vortag nicht mit eingerechnet. Dazu kamen noch ein paar aus der AH, die am nächsten Morgen bei der Hallenreinigung halfen.

Denn wenn die letzten Helfer um 6 Uhr morgens nach Hause gehen, soll das Gröbste schon geschafft sein. Eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch den guten Zusammenhalt im Verein möglich wird. „Wir haben nie Probleme Helfer zu finden“, freute sich Daub über die ungebrochene Hilfsbereitschaft. Denn das Konzert ist eine feste Einnahmequelle für die Vereinskasse. Ab Januar läuft die Bandakquise, im September starten dann die weiteren Vorbereitungen.

In den vergangenen acht Jahren hat man beim TV nur gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn natürlich ein paar Security-Leute am Eingang stehen, „lief immer alles friedlich ab“, beobachtete Daub – wie auch dieses Jahr. So hatten die Verantwortlichen keine Probleme, die geduldig Wartenden in der langen Schlange nach und nach abzufertigen. Er führt das auch darauf zurück, dass die Sicherheitskräfte meist Vereinsmitglieder sind, die einen entsprechenden beruflichen Background haben.

Zum Eventdatum einen Tag vor Weihnachten und zur X-Mas-Party selbst kam es laut Daub eher zufällig. Vor neun Jahren spielten „Friends live“ auf dem Sportfest des TV Hetzbach. Der Band gefiel es dort so gut, dass sie im gleichen Jahr gerne nochmal im Beerfelder Stadtteil auftreten wollte. Einziger freier Termin: der 23.12. Dieses Konzert ließ sich so gut an, dass der Ruf nach einer Wiederholung laut wurde. Und die gab es jetzt schon acht Mal in Folge. Ein Ende ist nicht in Sicht, denn der Zuspruch der Altersgruppe zwischen 20 und 30 ist ungebrochen. Mit dem „Muttizettel“ sind auch etliche unter 18 Jahren schon dabei, hat Daub beobachtet.

Der 23-jährige Max hörte gerne den einen oder anderen Song, gerade wenn er aus den aktuellen Charts stammt. „Einen so guten Mix bekomme ich sonst selten“, war für ihn wichtig – egal welche Musikrichtung. Für die 20-jährige Susanne zählte nicht so sehr die Musik, als die riesige Party mit vielen bekannten Gesichtern. „Ich treffe hier meine ganzen Freunde“, freute sie sich. Frank, der mit seinen 32 Jahren fast „Alterspräsident“ war, gefielen die etwas älteren, rockigen Songs wie etwa von Bon Jovi, Queen oder Journey, die ihm sonst auf Partys fehlen.

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