Arbeitsreiches Jahr für die Ober-Hainbrunner Feuerwehr

2016 war ein arbeitsreiches Jahr, berichtete Feuerwehr-Kommandant Stefan Hofmann auf der Jahreshauptversammlung der Brandschützer. Es wurden 21 Übungen und Unterrichte auf Ortsebene durchgeführt. Der Wehrführer listete sieben Einsätze auf: fünf Hilfeleistungen, einen Fehlalarm und einen Brandeinsatz. Die Feuerwehr hatte zum Jahresende 2016 114 Mitglieder, sagte Hofmann. Diese teilen sich wie folgt auf: Einsatzwehr 23 Mitglieder, Jugendfeuerwehr zehn, Alters- und Ehrenabteilung acht, passive 73.

Wie der Kommandant auflistete, fand im Mai ein Dreitagesseminar in Rothenberg zum Thema Atemschutz statt. Es gab eine gemeinsame Jahreshauptübung auf Gemeindeebene im Oktober am Rothenberger Bauhof. Anfang November fand eine gemeinsame Atemschutz-Unterweisung im Rothenberger Feuerwehrhaus statt. Zwei Mitglieder, Anna und Maria Lähn, nahmen an den Feuerwehrleistungswettkämpfen teil.

Mit Blick auf die Einsätze nannte der Wehrführer zwei Hilfeleistungen bei Unfällen sowie den Einsatz der Brandschützer beim Juni-Hochwasser in der Raubach. Hier lieferte und befüllte man Sandsäcke. Ein Kellerbrand hielt die Wehr im Juli auf Trab. Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Rothenberger Wehren gab es hochkarätige Ehrungen für Hainbrunner Aktive. Das goldene Brandschutzehrenzeichen erhielten Andreas lhrig, Erwin Ludebühl, Horst Michel und Karlheinz Reichert. Das goldene Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes bekamen Walter Ihrig und Heinrich Schwinn.

Stefan Hofmann führte aus, dass die Ersatzbeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser (TSF-W) laufe. Die Genehmigung der Gemeindegremien liege schon vor. Der Antrag wurde fristgerecht im Juli 2016 an den Kreis gesendet. Mit einer Genehmigung sei in diesem Jahr zu rechnen. Dann müsse die Ausschreibung und Vergabe des Aufbaus erfolgen. Die Lieferung erfolge vermutlich in 2018, sagte der Wehrführer. Es solle den gleichen Fahrzeugaufbau wie beim Finkenbacher Fahrzeug geben.

Derzeit hat die Hainbrunner Feuerwehr zwei Fahrzeuge: ein TSF Baujahr 1990 und einen 18 Jahre alten MTW. Es gibt laut Hofmann neun Atemschutzgeräteträger. Die Wehr besitzt im Augenblick sieben digitale Handsprechfunkgeräte. Das letzte, vom Verein bezahlte Gerät wurde 2016 geliefert. „Bei den Meldeempfängern wird die Ausstattung immer schlechter“, bemängelte Hofmann. Derzeit seien noch sieben in Betrieb.

Aber es gebe einen Hoffnungsschimmer. Die neuen digitalen Pager seien bestellt und sollen im Laufe des Jahres geliefert werden. Nachdem diese in Betrieb sind, sollen laut Beschluss der Gemeinde alle Sirenen abgeschaltet werden. Ab dann müsse jeder Feuerwehraktive immer seinen Melder mit sich tragen, wenn er auf der Arbeit, Zuhause oder in Hainbrunn unterwegs ist.

Nach dem Kassenbericht durch Heike Arnold, der eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt wurde, folgte die einstimmige Entlastung des Gesamtvorstandes. Auf Wilfried Friedrich als Kassenprüfer folgte Alexander Ihrig. Dirk Heckmann bleibt nach der Wiederwahl für ein weiteres Jahr im Amt. Grußworte sprach Bürgermeister Hans Heinz Keursten, der für die gute Zusammenarbeit dankte. Er lobte das rege Vereinsleben und das Bürgerengagement, das gerade wieder bei der Instandsetzung der Sportplatz-Brücke zutage trat. Geehrt wurde im Anschluss Maria Lähn für zehn Jahre Mitgliedschaft. Alle weiteren Ehrungen und Beförderungen werden im Rahmen der letzten gemeinsamen Versammlung aller Rothenberger Wehren vor der Fusion am 25. November durchgeführt.

Anna Lähn legte in ihrem Bericht die Arbeit der Jugendfeuerwehr da. Unzählige Gruppenstunden wurden geleistet und mit Spiel und Spaß die Feuerwehr-Arbeit weitergegeben. Höhepunkte waren das Zeltlager und die Berufsfeuerwehrnacht. Sie bedankte sich für die Unterstützung durch die Einsatzabteilung.

Mit Blick auf den Feuerwehrverein nannte Hofmann diverse Aktivitäten. Der Vereinsausflug führte nach Sinsheim ins Technikmuseum und anschließend nach Schwetzingen. Im Sommer und Herbst wurde zusammen mit dem MGV und dem SV die Brücke am Sportplatz erneuert. „Es wurden etwa 150 Stunden Arbeit investiert“, sagte er. Das Handkäsfest erfreute sich bei angenehmen Temperaturen eines guten Besuchs. Dieses Jahr ist es am 6. August geplant.

Am 11. November richtete man für den Kindergarten Rothenberg den Laternenumzug in Hainbrunn aus. Es wurde im unteren Hof ein Lagerfeuer angezündet, an dem die Kinder und Eltern sangen. Die Resonanz der Eltern sei nach dem letztjährigen sehr langen Martinsumzug positiv gewesen. Die Winterwanderung der Feuerwehr führte von Rothenberg nach Hirschhorn.

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