Rüdiger Seip wurde zum Ehrenwehrführer der Finkenbacher Brandschützer ernannt

„Ein junges Urgestein verlässt heute die öffentliche Bühne Feuerwehr“, meinte Bürgermeister Hans Heinz Keursten an den scheidenden Wehrführer Rüdiger Seip gewandt. Der wurde bei der Verabschiedung aus seinen Ämtern auf der Jahreshauptversammlung zum Ehrenwehrführer der Finkenbacher Brandschützer ernannt. Glückwünsche kamen für diese Auszeichnung auch von Gemeindebrandinspektor Marco Johe.

Kurz vor Jahresende 1979, am 29. Dezember, trat Seip als 15-Jähriger in die Jugendfeuerwehr Finkenbach ein, um dann am 24. Januar 1983 in die Reihen der Einsatzabteilung übernommen zu werden. „In all den Jahren warst du ständig bemüht, für dich persönlich, aber insbesondere zum Nutzen der Freiwilligen Feuerwehr einen hohen Ausbildungsstand zu erreichen“, sagte der Bürgermeister. Seips Datenblatt sei voll mit Lehrgängen, so dass es „den Zeitrahmen sprengen würde, sie hier alle aufzuzählen“.

Die erworbenen Befähigungen führten laut Keursten dazu, „dass dich die Aktiven im März 1987 zum Wehrführer wählten“. Nebenbei hatte Seip auch noch die Position des Vereinsvorsitzenden inne. Als stellvertretender Rothenberger Gemeindebrandinspektor habe er leider krankheitsbedingt nach einem halben Jahr Tätigkeit ausscheiden müssen. „Dies haben wir alle sehr bedauert.“

„Die Feuerwehr Finkenbach mit all ihren Belangen war für dich immer eine Herzensangelegenheit“, meinte der Bürgermeister. Mit seinem persönlichen Engagement sei Seip ein Vorbild, insbesondere für die Jüngeren. In seinen Jahren als Wehrführer habe er ganz erheblich dazu beigetragen, dass sich die Ortsteilwehr stetig weiterentwickelte. „Dir war keine Stunde zu viel, wenn es sich um die Feuerwehr mit ihrem Gebäude und den Fahrzeugen ging.“

Nach fast 30 Jahren Wehrführer und Vereinsvorsitzender habe Seip nun seine Ämter in jüngere Hände übergeben, „so wie du dir das immer vorgestellt hast“. Mit Blick auf die Gemeinde sagte der Rathauschef, dass Seip seine Aufgaben als Wehrführer „immer in vorbildlicher Art und Weise ausführte“. Um dieses herausragende ehrenamtliche Engagement zu würdigen, beschloss die Gemeindevertretung Ende Dezember, ihn zum Ehrenwehrführer zu ernennen.

Gemeindebrandinspektor Marco Johe ergänzte schmunzelnd, dass er gerade mal drei Jahre alt war, als Seip den Wehrführer-Posten in Finkenbach übernahm. Es sei in der heutigen Zeit eine Seltenheit, dass jemand so lange ein Ehrenamt ausfülle und es mit viel Engagement bekleide. Er dankte Seip im Namen des Wehrführer-Gremiums und seitens der anderen Rothenberger Ortsteilwehren.

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