Jahreshauptversammlung der Rothenberger Feuerwehr: Ereignisreiches Jahr ohne größere Einsätze

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Rothenberger Feuerwehr, die aber zum Glück von größeren Einsätzen verschont blieb. Nach wie vor können die Brandschützer auf eine starke Einsatzabteilung und vor allem viel Nachwuchs bei den Jugendlichen bauen, wurde auf der Jahreshauptversammlung deutlich. Allerdings gab es auch ein paar mahnende Worte, dass bei den Vereinsfesten mehr Unterstützung wünschenswert sei.

Der Vorsitzende Benjamin Götz eröffnete die Versammlung. Schriftführer Jan Johe verlas im Anschluss den Jahresbericht 2016 für den Feuerwehrverein. Anfang April flammte das Lärmfeuer der Jugendfeuerwehr auf, ein großer Erfolg durch einen starken Besuch aus der Bevölkerung. Beim Tag der offenen Tür mit Grillfest konnte man wieder viele Gäste begrüßen.

Für den Vereinsausflug im abgelaufenen Jahr hatte sich der Vorstand ein etwas anderes Programm als den sonst üblichen Tagesausflug einfallen lassen. Ende Juli wanderte man bei herrlichem Wetter von Rothenberg nach Falken-Gesäß zum Grillplatz. „Wir verbrachten in gemütlichem Beisammensein bei lecker Gegrilltem den Nachmittag und Abend“, so Johe. Für dieses Jahr ist wieder ein Ausflug über die Grenzen der Oberzent hinaus geplant.

1956 war wohl ein geburtenstarker Jahrgang für die Feuerwehr, schmunzelte Johe aufgrund der vielen runden Geburtstage. „Dies scheint sich 60 Jahre später zu wiederholen.“ Der großen Anzahl an Eheschließungen der vergangenen Jahre folgte 2016 nun Nachwuchs. „Die Jugendfeuerwehr freut sich in zehn Jahren auf Verstärkung“, lachte er. „Bei unseren Veranstaltungen wird jede helfende Hand gebraucht“, betonte Johe. Er appellierte an alle, sich bei den wenigen Veranstaltungen des Feuerwehrvereins über das Jahr hinweg aktiver einzubringen.

Wehrführer Jochen Weinthäter und sein Stellvertreter Sascha Hafner verlasen den Jahresbericht für die Einsatzabteilung. Ende 2016 standen neun Frauen und 44 Männer zur Verfügung, so Weinthäter. Die Alters- und Ehrenabteilung bestehe zurzeit aus zehn ehemaligen Aktiven, die Jugendfeuerwehr aus 24 Zehn- bis 17-Jährigen. Um immer einsatzbereit zu sein, habe man im abgelaufenen Jahr zahlreiche Stunden in die Ausbildung investiert. Die Übungsbeteiligung lag bei 39 Prozent, das sei identisch zu dem Wert vom Vorjahr.

Im November wurde seinen Worten zufolge aus Vereinsmitteln ein Gerätewagen Logistik angeschafft. Es ersetze das Tragkraftspritzen-Fahrzeug, das in einer modernen und schlagkräftigen Wehr „einfach nicht mehr zeitgemäß war“. Beim neuen Fahrzeug handle es sich um einen Iveco Daily mit Kofferaufbau und einem Gesamtgewicht von 5,5 Tonnen. Angetrieben wird es von einem 183 PS starken Motor.

Sascha Hafner ergänzte, dass man wieder an Feuerwehrleistungsübungen teilnahm. Das eiserne Feuerwehrleistungsabzeichen erhielten Anna Lähn und Sascha Hafner, das goldene Steffen Bartmann, für Lars Gittek und Maria Lähn gab es Gold 5. Es sei erfreulich, dass viele Fortbildungs-Angebote wahrgenommen wurden, betonte er. „Denn nur wenn unser Ausbildungsstand auf diesem hohen Niveau bleibt, können wir auch in Zukunft eine schlagkräftige Wehr stellen.“

Waren es im Jahr 2015 noch 24 Einsätze für die Feuerwehr, so fiel die Zahl auf 22 Einsätze im abgelaufenen Jahr. Davon zwei Mittel- und fünf Kleinbrände sowie neun Hilfeleistungen. Im Durchschnitt waren 13 Einsatzkräfte tätig. Die Ausrückzeit lag im Durchschnitt bei etwas über drei Minuten.

2016 wurden vom Feuerwehrverein für Anschaffungen im Bereich der Einsatzabteilung 10.121 Euro investiert, so der Wehrführer. Zusätzlich wurde die Jugendfeuerwehrarbeit mit fast 3000 Euro gefördert. Durch die Bereitstellung der finanziellen Mittel seitens des Feuerwehrvereins konnte die Gemeindekasse laut Weinthäter somit um über 13.087 Euro entlastet werden.

Kassenwart Stefan Brand verlas die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Frieder Götz und Udo Kabel prüften die Kasse und bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig per Handzeichen entlastet. Udo Kabel schied nach zweijähriger Tätigkeit als Kassenprüfer aus. Ralf Sturm wurde einstimmig als Nachfolger gewählt.

Edgar Ludebühl und Werner Olbert wurden in die Ehren- und Altersabteilung übernommen. Die Beförderungen werden auf der Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr Rothenberg im November nachgeholt. Der Erste Beigeordnete Jürgen Sauer, Gemeindebrandinspektor Marco Johe sowie Pfarrer und Notfallseelsorger Reinhold Hoffmann richteten im Anschluss Grußworte an die Versammlung. (Bericht über die Versammlung der Jugend-FFW folgt)

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