Schnuppertag: Großes Interesse an der Beerfelder Oberzent-Schule

Der Schnuppertag stieß auf viel mehr Interesse als gedacht. Fast 100 Viertklässler kamen an die Oberzent-Schule, um sich dort zusammen mit ihren Eltern einen Eindruck des vielfältigen Angebots zu verschaffen. Mehr als doppelt so viele, wie die Grundschulen des Sprengels aktuell an Abschlussschülern haben. Kein Wunder, dass sich Leiter Bernd Siefert über das große Interesse an der integrierten Gesamtschule sehr freute.

Die Oberzent-Schule hatte für den Nachmittag ein breites Programm zusammengestellt, das sowohl mit Informationen gespickt war als auch viel Unterhaltung für die Neun- und Zehnjährigen bereithielt. Krönender Abschluss waren der Auftritt der Schulband und die Jeremy-Show von Ralf Breitinger, der in der Sporthalle mit seinem Jongleur-Workshop diverse Vorführungen in petto hatte. Eltern und Kinder schauten fasziniert den verschiedenen Kunststücken zu.

Start des Nachmittags war die Begrüßung durch die Fünftklässler. Um die 50 Kinder sangen unter der Leitung von Gabriele Maurer Begrüßungslieder, darunter auch das selbst getextete „Willkommen an der schönen Oberzent-Schule“. Einem Film, wie die Arbeit in den Jahrgangsbereichen 5 und 6 von statten geht, folgten zwei verschiedene Führungen durch das Gebäude und die diversen Räume. Bei der Organisation wurde Siefert von Conny Frank unterstützt.

Die eine Führung durch Schüler hatte Frank organisiert, die anderen boten die Lehrer Dirk Konrad, Thomas Stricker und Arndt Neumann an. Dabei erhielten die Kinder ein großes Papierherz, das sie nach dem Ausfüllen eines Quiz‘ in der Mensa abgeben konnte. Ein Bild der Besuchergruppe wurde danach draufgeklebt und das Ganze dient als Erinnerung an den Schnuppertag.

Bernd Siefert bezeichnete die Oberzent-Schule als Bildungsanstalt für die gesamte Region. Schon vor mehr als 40 Jahren hätten sich die Gründer beim Namen Gedanken darüber gemacht, wie man mit diesem ausdrücken könne, dass er Schüler aus dem kompletten südlichen Odenwaldkreis anspreche. Die „bestmögliche individuelle Förderung für jedes Kind“ habe sich die Schule auf die Fahnen geschrieben.

Der Schulleiter zitierte dazu Ernst Christian Knapp, der 1778 in Halle den ersten deutschen Lehrstuhl für Pädagogik innehatte. „Erziehung ist Bildung des Menschen zur Glückseligkeit“, hatte dieser postuliert. Getreu diesem Motto sollten die Kinder in die Schule hineinschnuppern und sie kennenlernen. Die Heranwachsenden „als unser wichtigstes Gut“ sollen in der Schule gut aufgehoben und gefördert werden, meinte Siefert.

Viel los war bei den Schnupperangeboten für die Fremdsprachen Französisch und Spanisch. Letztere auch mit Blick auf die Sechstklässler, die eine Entscheidung für das kommende Wahlpflichtfach treffen sollen. Die Lego-Computer waren auch immer stark nachgefragt, beobachtete der Schulleiter. Nicht zu vergessen der Abenteuerparcours in der Sporthalle. Aber auch die Arbeit in den Lerngruppen kam vor allem bei den Mädchen gut an.

Die weiteste Anreise dürfte laut Siefert ein Schüler aus Düsseldorf hinter sich haben, der mit seinen Eltern in die Region zieht und sich mit diesen über die Schule informierte. Der Förderverein kümmerte sich um die Bewirtung und verzeichnete eine so rege Nachfrage, dass bald die Vorräte aufgebraucht waren. Schüler der neunten und zehnten Klasse unterstützten ihn dabei in der Mensa.

Eltern und Schüler hatten die Gelegenheit, sich über das System der integrierten Gesamtschule mit allen Abschlussmöglichkeiten oder über das Europäische Erasmus-Austauschprogramm zu informieren, um nur einige Aktivitäten zu nennen. Auch konnten sie die Arbeit am Computer ausprobieren. Der Schnuppertag ist die Fortsetzung des kürzlichen Experimentiertags, bei dem die Viertklässler die naturwissenschaftlichen Räume kennenlernen durften.

Mensa, Sporthalle, Schülerarbeits- und Computerraum, Pausenhalle sowie verschiedene Fach- und Klassenzimmer waren die Anlaufstationen. Das gebotene Spektrum war mehr als breit: Da ging es um den menschlichen Körper, das Mikroskopieren in der Biologie, die Schulsozialarbeit oder ein künstlerisches Profilbild. Beim Workshop „Sperrholz“ wurden Arbeiten mit der Laubsäge durchgeführt, die Klasse für Lernhilfe hatte den Schulhund mit dabei oder gab es Knobelspiele.

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