Hirschhorner Ritter bringen seit 25 Jahren den Frohsinn ins Kortelshütter Haus Cordula

Gleich zwei Jubiläen gibt es für die Hirschhorner Ritter in diesem Jahr zu feiern. Die Carnevalsgesellschaft aus der benachbarten Neckarstadt besteht seit 50 Jahren. Und ist seit 25 Jahren ist sie immer rund ums Faschingswochenende in den beiden Seniorenheimen des Höhendorfs zu Gast, zuerst in Kortelshütte, dann in Rothenberg. In den Azurit-Häusern gibt es dann ein buntes Nachmittagsprogramm, das die älteren Mitbürger gerne annehmen.

Der Besuch im ehemaligen evangelisch-lutherischen Haus Cordula in Kortelshütte ist für das jeweilige Hirschhorner Prinzenpaar immer etwas Besonderes. Denn eine Heimbewohnerin ist auch Hildegard König, die mit ihrem Mann Jupp und Funkenmariechen Inge 1992, beim ersten Abstecher der Ritter, als Faschingsprinzessin den Auftakt für die jährlichen Besuche machte.

Jetzt waren es die Nachfolger Prinzessin Tina I. (Czemmel-Zink) und Lothar II. (Zink), die mit Funkenmariechen Stefanie Mölle und einer närrischen Delegation ins Haus Cordula I gekommen waren, um einige fröhliche Stunden mit den 62 Bewohnern zu verleben. Natürlich wurden auch kräftig Orden ausgetauscht: Die Heimbewohner bekamen die Ritter-Jubiläumsplakette, die närrischen Hoheiten den eigenen Azurit-Orden, der jedes Jahr von Klaus Mikolajczyk gestiftet wird.

Unter den närrischen Klängen von Heiner Bondes aus Sensbachtal wurde das Tanzbein geschwungen oder wurden auch zwei Sitztänze aufgeführt. Zu Beginn hatte Jörg Wehrle von der Heimleitung die vielen Gäste begrüßt. Wehrle, Stefan Fichtner und Christine Zink waren im Anschluss eifrig mit dem Austausch von Orden beschäftigt. Fichtner wie auch Birgit Kral und Burghilde Veit hatten ebenso wie Anna-Luise Beisel danach noch eine Büttenrede in petto. Da ging es um den Alltag im Seniorenheim, aber auch die jetzt abgeschlossenen Bauarbeiten.

„So gut wie als Prinz ging es mir noch nie“, meinte Lothar II. in seiner Ansprache angesichts von gleich zwei Frauen an seiner Seite. Für Tina I. wurde ein lang ersehnter Mädchentraum wahr: „Wir zwei stehen hier vor euch: als Hirschhorner Prinzenpaar.“ Und Lothar ergänzte: „Kein Weg ist uns zu weit, kein Berg zu hoch“. Denn die beiden stammen aus Schimmeldewog und hatten „einen Teil unseres Hofstaats mitgenommen“.

Egal ob jung, alt, arm oder reich, „bei Feiern an Fastnacht sind alle gleich“, sagte die Prinzessin. Die fünfte Jahreszeit habe ihre eigenen Gesetze, „mit Frohsinn, mit Lachen und ganz ohne Hetze“, so ihr Prinz. Deshalb gab es mit Alkohol oder ohne ein dreifach donnerndes Helau auf die Hirschhorner Fastnacht.

 

 

Advertisements