Prioritätenliste für die Sanierung am Dorfgemeinschaftshaus Falken-Gesäß wird erstellt

Das Dorfgemeinschaftshaus ist in die Jahre gekommen. Auf der vergangenen Ortsbeiratssitzung gab es deshalb Infos zur Sanierung. Wie Ortsvorsteher Manuel Schwinn sagte, soll auf dem Parkplatz ein Lagerraum entstehen. In diesen gedankt man Dinge aus dem Schulhaus auszulagern, damit in diesem wiederum mehr Platz für Vereine geschaffen wird. Bürgermeister Gottfried Görig gab dazu und zu den geplanten Maßnahmen im Gebäude selbst Erläuterungen.

Er rechne Anfang März mit der Baugenehmigung fürs Freigelände, so der Rathauschef. Danach erfolge die Ausschreibung, im Anschluss die Beantragung der Mittel aus dem Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept IKEK. Bauamtsleiter Peter Bauer habe die Maurer- und Erdarbeiten schon planerisch vorbereitet. Wie Görig sagte, war die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses auch schon Thema im Magistrat. Mit Architektin Steffi Holschuh aus Beerfelden und Ulrike Büchner vom Landratsamt sei das Projekt vorbesprochen. „In der nächsten Steuerungsgruppe ist es Thema“, so Görig.

Seinen Worten zufolge geht es vorrangig um die Fenstererneuerung („Da bekommt man einen steifen Hals, wenn man in der Nähe sitzt“, sekundierte ein Besucher). Weiterhin solle das Café, in dem auch die Sitzung stattfand, mit einem Durchbruch ertüchtigt werden. Auch Boden, Wände und Küche stehen auf der Wunschliste. Zusammen mit den Fachfrauen will der Ortschaftsrat nun eine Prioritätenliste erstellen. Einen Teil der Kücheneinrichtung konnte man bereits aus der Auflösung eines früheren Gasthauses übernehmen. Die Architektin wird dann eine Kostenschätzung erstellen.

In diesem Zusammenhang kam durch den ebenfalls anwesenden KSO-Projektleiter Christian Kehrer zur Sprache, dass man im Zuge der Fusion überlege, den jeweiligen Ortsbeiräten ein eigenes kleines Budget an die Hand zu geben. Falken-Gesäß bildet ja einen solchen mit dann weiterhin fünf Mitgliedern. Dessen Vorsteher wird Teil eines Beratungsgremiums aller Ortsbeiratschefs, das dem Magistrat zugeordnet ist und dafür sorgt, dass an diesen genügend Infos aus den Stadtteilen kommen.

Gute Erfahrungen hat man damit in Seidenbuch, einem Ortsteil von Lindenfels, gemacht. Laut den Worten von Ortsvorsteher Jochen Terporten kann man dem Problem der Landflucht nur begegnen, indem man den Identifikationsprozess und die Eigenverantwortung stärkt. „Die Motivation der Leute ist vorhanden, sie muss aber auch gefördert werden.“ Ein eigenes Budget für Ortsbeiräte trage dazu bei. „Gebt den Leuten ein paar Euro an die Hand – sie werden was draus machen“, sagt Terporten.

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