Beerfelder Haushaltspan 2017 weist ein kleines Plus auf

Es ist ein Plus, wenn auch ein Marginales. Der Haushalt 2017 weist in seinem Plan im ordentlichen Ergebnis einen Überschuss von rund 3800 Euro auf. Bürgermeister Gottfried Görig stellte das Zahlenwerk in der jetzigen Stadtverordneten-Versammlung vor. Die verwies es zur Beratung einstimmig in die beiden am 14. März zusammen tagenden Ausschüsse. Am 28. März soll der Etat dann in der kommenden Sitzung der Mandatsträger verabschiedet werden.

Görig betonte, „der Haushaltsausgleich heißt nicht, dass wir alle Sorgen los sind“. Denn der Plan unterliege nach wie vor Unwägbarkeiten, „die wir nicht beeinflussen können“. Beispiel Gewerbesteuer: Hier nannte der Bürgermeister mit 1,32 Millionen einen um 140.000 Euro höheren Ansatz als 2016. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass man neben der Konjunktur auch vom Erfolg der örtlichen Unternehmen abhängig sei. Deshalb seien die Haushaltsansätze „immer als etwas risikobehaftet zu sehen“.

Auch bei den Einkommensteueranteilen zeigt laut Görig die Kurve nach oben. Hier rechnet man mit 2,615 Millionen, 105.000 Euro mehr als gegenüber dem Ansatz des Vorjahres. Die Schlüsselzuweisungen bewegen sich seinen Worten zufolge mit 2,415 Millionen etwa auf dem gleichen Stand. Ebenso wie die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B. Beim Waldwirtschaftsplan, der einen Überschuss von 208.000 Euro aufweist, ist nach den Erfahrungen der Vorjahre immer noch etwas Luft. Denn in der Regel gestalteten sich die Holzverkäufe besser als prognostiziert, meinte der Rathauschef.

Die Personalkosten steigen Görig zufolge um 100.000 auf 3,1 Millionen Euro. Tarifsteigerungen seien hier berücksichtigt. Auch bekommt der Jugendpfleger eine volle Stelle. Die Fachkraftstunden in der städtischen Kindertagesstätte werden auf den gesetzlich vorgegebenen Mindestpersonalbedarf erhöht. Wie der Bürgermeister sagte, steigt der Betriebskostenzuschuss für die evangelische Kita um 70.000 auf 449.000 Euro. Der Entwurf des Betriebsvertrags sei vom Dekanat Odenwald leider erst am 20. Februar eingegangen, sagte er.

Mehr Einnahmen bedeuten mehr Umlagen. Diese steigen 2017 laut Görig um über 200.000 auf 4,44 Millionen Euro. Kreis- und Schulumlage machen davon den Großteil mit 3,7 Millionen aus. Die Gewerbesteuerumlage beträgt etwa 240.000 Euro. Sach- und Dienstleistungen steigen um 70.000 auf 2,33 Millionen Euro an. Für Gesundheitsdienste wie die Gesundheitsversorgungs-Kooperation Oberzent werden 27.000 Euro bereitgestellt. Hier fehle aber noch die Anmietung von Räumlichkeiten in der Mümlingtalstraße.

Einen gewaltigen Satz macht gegenüber 2016 der Investitionshaushalt. Hier sind drei Millionen Euro (Vorjahr 1,33 Millionen) vorgesehen. Da die Einzahlungen nur auf 712.000 Euro beziffert werden, ergibt sich eine große Unterdeckung. Vorhandener Kassenbestand, noch nicht ausgeführte Maßnahmen sowie erwarteter Überschuss aus der Verwaltungstätigkeit reduzieren den Kreditbedarf auf etwas über eine Million Euro. 900.000 Euro davon gehen in Kanäle, 129.000 sind KIP-Darlehen. Da laut Görig in diesem Jahr 306.000 Euro getilgt werden, erhöhe sich der Schuldenstand netto um 723.000 Euro.

Unter dem Begriff „Ver- und Entsorgung“ lassen sich die größten geplanten Investitionen verorten. Im Rahmen der L 3119-Erneurung sollen Kanal- und Wasserleitungsarbeiten in Mümlingtalstraße, Brunnengasse und Hirschhorner Straße erfolgen. Kosten: 1,6 Millionen Euro. Die Kanalsanierung im Airlenbacher Hardtweg schlägt mit 226.000 Euro zu Buche, die grundhafte Erneuerung des Güttersbacher Wegs mit 171.000 Euro.

50.000 Euro kostet das Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser der Freiwilligen Feuerwehr Hetzbach. In den kommenden Jahren gibt es auch eines für Olfen und ein Staffellöschfahrzeug für die FFW Beerfelden, sagte der Bürgermeister. Zusätzlich zu den KIP-Mitteln will die Stadt weitere 100.000 Euro in das eigene Wohnhaus im Friedhofweg 41 stecken. Zur Behebung von Straßenschäden sollen über 100.000 Euro verwendet werden.

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