Besondere Anerkennung für die Arbeit im Vorfeld der Oberzent-Fusion durch Bund der Steuerzahler und Hessischen Städte- und Gemeindebund

Große Freude bei den Vertretern der vier Oberzent-Kommunen. Sie erhielten eine Sonder-Auszeichnung von Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen und Hessischem Städte- und Gemeindebund (HSGB) im Rahmen der Verleihung des sogenannten „Spar-Euro“ an ausgewählte hessische Kommunen. „Das ist eine besondere Anerkennung für unsere Arbeit im Vorfeld der Fusion zum 1. Januar 2018“, freute sich Rothenbergs Bürgermeister Hans Heinz Keursten.

Mit der Auszeichnung von BdST und HSGB werden Städte, Gemeinden oder Landkreise geehrt, die durch wirtschaftliches Verhalten der Verwaltung, die Förderung des Bürger- und Vereins-Engagements oder durch interkommunale Zusammenarbeit positive Beispiele geben. Mit der Auszeichnung sollen nicht nur Dank und Anerkennung ausgedrückt, sondern auch andere Städte, Gemeinden und Landkreise zur Nachahmung ermutigt werden.

Der freiwillige Zusammenschluss von Beerfelden, Hesseneck, Rothenberg und Sensbachtal wurde besonders hervorgehoben. BdSt und HSGB würdigten damit den Vorbildcharakter der ersten freiwilligen Gemeindefusion seit der Gebietsreform in den 1970er Jahren. Durch den Zusammenschluss werde die neue Stadt nicht nur vom Land mit vier Millionen Euro teilentschuldet, sondern erhalte auch zusätzliche finanzielle Mittel aus dem Kommunalen Finanzausgleich, realisiere vielfältige Synergieeffekte und habe somit unter dem Strich deutlich mehr Handlungsspielraum.

Die Bürger, die dem Vorhaben bei Bürgerentscheiden im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit zustimmten, profitierten nicht zuletzt von einem besseren Dienstleistungsangebot der Verwaltung bei gleichzeitig weniger stark steigenden Belastungen, heißt es von den beiden Organisationen. Nach aktuellen Stand bringt die Fusion der neuen Stadt im Jahr 933.000 Euro mehr in die Kasse als es die vier eigenständigen Kommunen zusammen gehabt hätten.

Landrat Frank Matiaske würdigte die Anstrengungen in der Oberzent, die weit über den Odenwaldkreis hinausstrahlten und Signalwirkung für andere hessische Kommunen hätten, als Blaupause für künftige Zusammenschlüsse dienen könnten. Hessenecks Bürgermeister Thomas Ihrig hob die Zusammenarbeit auf Augenhöhe hervor, wodurch niemals der Charakter einer Eingemeindung der kleinsten hessischen Gemeinde aufgekommen sei.

Sensbachtals Bürgermeister Egon Scheuermann lobte die überaus konstruktive und faire Mitwirkung der übergeordneten Behörden, gerade an den vorbereitenden Arbeiten für den Grenzänderungsvertrag. Bei der Verleihung in Wiesbaden waren in Vertretung für Bürgermeister Gottfried Görig auch Erster Stadtrat Horst Kowarsch aus Beerfelden und KSO-Fusionsprojektleiter Christian Kehrer zugegen.

Der Spar-Euro wurde insgesamt zum 15. Mal verliehen. In der Jury wirkten Claudia Koch, Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Hessen, Burkhard Köhler, Präsident des Steuerberaterverbandes Hessen, Joachim Papendick, Vorsitzender des BdSt Hessen, Andreas Pittner, Geschäftsführer der SV-Kommunal GmbH, Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführer des HSGB, sowie Claus Spandau, Leiter des Kompetenzzentrums interkommunale Zusammenarbeit, mit.

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