Die gebürtige Hirschhornerin Angelika Beckenbach ist neue Bürgermeisterin von Abtsteinach

Eine eindeutige Sache war die Bürgermeisterwahl in Abtsteinach. Bei einer Wahlbeteiligung von fast 70 Prozent holte die von den Freien Wählern unterstützte Angelika Beckenbach 62,1 Prozent. Sie ließ damit ihren von der CDU unterstützten Mitbewerber Kevin Flödl mit knapp 38 Prozent klar hinter sich. Der Jubel im Rathaus war groß, nachdem die Auszählung etwas länger als gedacht gedauert hatte.

Vor allem aus Beckenbachs Arbeits- und Geburtsort Hirschhorn war eine sehr große Delegation mit Bürgermeister Oliver Berthold an der Spitze nach Abtsteinach gekommen, um mit ihr, ihrem Mann Peter und den beiden Kindern zu fiebern. Die 48-Jährige arbeitet derzeit noch auf dem Hirschhorner Rathaus, wo sie seit knapp 30 Jahren in den Bereichen Bauen und Finanzen tätig ist. Sie sie tritt ihr Amt in Abtsteinach am 1. Juli in der Nachfolge von Rolf Reinhard an, der nach 24 Jahren an der Spitze der Verwaltung nicht mehr kandidierte.

In Unter-Abtsteinach war der Vorsprung Beckenbach noch um einiges größer als im oberen Ortsteil. Sie holte 76,7 Prozent in Unter-Abtsteinach. In Ober-Abtsteinach war der Abstand mit 52,6 zu 47,4 Prozent um einiges knapper. Bei der Briefwahl kristallisierte sich in ungefähr das Durchschnittsergebnis heraus.

Der scheidende Amtsinhaber Rolf Reinhard bedankte sich ebenso wie Landrat Christian Engelhardt für den sehr fairen und sachlichen Wahlkampf. Engelhardt ergänzte, dass damit auch die Demokratie Gewinner sei, wenn die Bewerber für einen Bürgermeisterposten so fair miteinander umgingen. Reinhard dankte für die Mitarbeit in den vergangenen 24 Jahren. Er lobte die sehr gute Verwaltung und die gute Infrastruktur des Hardberg-Ortes. Der noch bis 30 Juni amtierende Bürgermeister wünschte seiner Nachfolgerin viel Erfolg.

„Wer die Aufgabe in Abtsteinach übernimmt, kann sich freuen“, sagte Landrat Engelhardt. Denn Angelika Beckenbach wirke in Zukunft in einem sehr gut entwickelten Ort mit vielen attraktiven Angeboten. Abtsteinach weise, verwies Engelhardt auf die Fastnacht, eine sehr gute Mischung aus Feierlaune und Ernsthaftigkeit auf.

Mit der Bekanntgabe des Ergebnisses brach großer Jubel bei Angelika und Peter Beckenbach sowie ihrer Fangemeinde aus. In den vergangenen Tagen war die Anspannung immer größer geworden, die jetzt mit einem Mal von allen abfiel. Beckenbach will, so wie sie es in ihrem Wahlprogramm versprochen hat, immer ein offenes Ohr für die Bürger haben, deren Anliegen ernst nehmen, und auch gleich am ersten Tag im Amt am 1. Juli eine Bürgersprechstunde abhalten.

Und was macht der Bürgermeisterin-Ehemann? Darüber hat sich Peter Beckenbach nach eigenen Worten noch keine Gedanken gemacht. Nachdem der Sieg seiner Frau feststand, meinte er nur lächelnd: „Jetzt werde ich wohl etwas öfters zu Hause die Spülmaschine ausräumen müssen.“ Und auch auf die beiden Kinder kommt diese Aufgabe verstärkt zu, grinste er.

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