Große Erfolge einer kleinen Wehr: Kortelshütter Feuerwehr-Mannschaften trugen den Ortsnamen bei Wettbewerben nach Hessen

Hinter der Kortelshütter Feuerwehr liegt ein ereignisreiches Jahr, in dem sie einige schöne Erfolge bei Wettbewerben verzeichnete. Das machte auf der Jahreshauptversammlung der Vorsitzende Daniel Braner deutlich. Zu Beginn der Veranstaltung wies er darauf hin, dass nun im Feuerwehrgeräthaus eine Gedenktafel für die verstorbenen Kameraden vorzufinden sei. Einen Dank stattete er an Heiko Plank und Gerrit Bissdorf für die Umsetzung und Gestaltung ab. Ein dickes Dankeschön ging an Thorsten Beisel, der die Beschriftung des TSF/W gesponsert hat.

Braner sagte, dass seit kurzem wieder Kontakt mit der Feuerwehr in Morter/Südtirol bestehe und dass man daran interessiert sei, diesen wieder aufleben zu lassen. Er bestand in den 80er Jahren und war leider irgendwann erloschen. Eventuell wird sogar an einen Ausflug im nächsten Jahr ins schöne Vinschgau gedacht, so der Vorsitzende.

Das Jahr 2016 verlief für die Kortelshütter Brandschützer sehr positiv. Es wurde viel für die Weiterbildung getan. So absolvierten Alexandra Braner und Felix Götz den Grundlehrgang, letzterer noch zusätzlich den Funklehrgang. Malte Hinrichs und Maurice Fink waren erfolgreich beim Maschinisten-Lehrgang, Fink legte den Gruppenführer nach. Dadurch habe man in Kortelshütte mittlerweile fünf Gruppenführer, erläuterte Braner. Manuel Heiß und Maurice Fink bestanden außerdem den Motorkettensägen-Lehrgang.

Im Oktober vergangenen Jahres nahm man an der Jahreshauptübung der Rothenberger Gemeindewehren am Bauhof teil, ebenso wie am Unterreicht FwDV 7, bei dem die neu angeschaffte Wärmebildkamera vorgestellt und erklärt wurde. Diese kam auch bei einer internen Übung in Kortelshütte zum Tragen. Es wurden wieder viele Stunden in Unterricht investiert.

Mehr als erfolgreich verlief das Jahr für die Wettkampfmannschaft. Kortelshütte war 2016 mit zwei Teams beim Kreisfeuerwehr-Wettkampf in Breuberg am Start. Man erreichte einen zweiten Platz mit 100 Prozent und einen sechsten mit 97,2 Prozent – das bis dato beste Ergebnis einer zweiten Staffel. Mit dieser guten Platzierung ging es weiter zum Bezirksentscheid, der mit einem fünften Platz endete.

Damit durfte man nach 2006 wieder weiter zum Landesentscheid nach Hungen – eine Sensation. Da dieser zeitgleich auf das Kelterfest fiel, musste das verschoben werden. Es wurde beim Wettbewerb niemand enttäuscht – mit einem guten zwölften Platz fuhren die Kortelshütter nach Hause. Welch ein Erfolg für eine solch kleine, aber feine Feuerwehr, betonte Braner.

Auch die Jugendfeuerwehr war 2016 erfolgreich. Ein Highlight war der zweite Platz in der Staffelwertung beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Mümling-Grumbach. Somit war das Ticket für den Südhessenpokal gelöst. Den holte die JFW zum zweiten Mal nach 2014. Aber nicht nur der Wettkampf stand im Vordergrund, sondern auch Spaß und Spiel. So wurde eine Berufsfeuerwehrnacht mit Übernachtung im Gerätehaus veranstaltet.

Auch auf Vereinsebene lief alles zur Zufriedenheit. Es wurden übers Jahr viele Feste befreundeter Wehren besucht, sagte Braner, so die Grillnacht in Finkenbach, das Feuerwehrfest in Höllerbach, der Tag der offenen Tür in Rothenberg oder das Handkäsfest in Ober-Hainbrunn, um nur einige zu nennen. Es wurden auch wieder viele Veranstaltungen ausgerichtet, beginnend mit der Fastnacht und dem Maibaumfest der Jugendfeuerwehr. Im Herbst fanden – 14 Tage später als gewohnt – das 25. Kelterfest und die Bembelparty statt.

Die Feste haben Braner zufolge nicht zur zum Dorfleben beigetragen, sondern führten auch dazu, dass mit dem erwirtschafteten Überschuss feuerwehrtechnisches Equipment angeschafft werden konnte. Ein dickes Dankeschön ging an alle, die die Feuerwehr immer wieder unterstützen, sei es mit Spenden oder persönlichem Einsatz.

Advertisements