Beerfelder Ausschuss spricht sich einstimmig für muslimisches Grabfeld aus

Muslimische Bestattungen sollen ab sofort auf dem Friedhof Beerfelden möglich sein. Eine Beerdigung hat sogar schon im Bereich hinter den großen Buchsbäumen stattgefunden, die sich in Verlängerung des unteren Eingangs befinden. Einstimmig empfahl der Haupt-, Finanz-, Bau- und Planungsausschuss nun der Stadtverordnetenversammlung, dem Votum des Magistrats zu folgen und die dafür notwendige Satzung zur Änderung der Friedhofsordnung zu beschließen.

Wie Bürgermeister Gottfried Görig erläuterte, wurde mit der Änderung des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes Anfang 2013 die Möglichkeit geschaffen, aus religiösen Gründen eine Bestattung ohne Sarg vorzunehmen. Danach kann der Magistrat nach Anhörung des Gesundheitsamtes aus religiösen Gründen eine solche gestatten. In der Regel werde es sich um muslimische/islamische Bestattungen han­deln.

Der Islamische Verein Beerfelden, vertreten durch Naci Ülger, habe Ende September 2014 angefragt, ob es möglich wäre, ein muslimi­sches Grabfeld innerhalb des Beerfelder Friedhofs einzurichten. Im Oktober sprach sich der Magistrat einstimmig da­für aus, die Angelegenheit in der Stadtverordneten-versammlung abschließend bera­ten zu lassen. Zuvor sollte mit dem Islamischen Verein bei einem gemein­samen Ortstermin die Anlegung des entsprechenden Grabfeldes sowie die Nutzung der Friedhofskapelle besprochen werden.

Görig informierte, dass bei diesem Ortstermin im Mai 2015 festgestellt wurde, dass auf dem Friedhof Platz zur Anlegung eines muslimischen Grabfeldes und eine Schaffung möglich wäre. In seiner Januar-Sitzung habe nun der Magistrat einstimmig empfohlen, innerhalb des Friedhofs dieses anzulegen und die Änderung der Friedhofsordnung als Satzung zu beschließen.

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