Bericht des städtischen Jugendpflegers in Beerfelden: Mit dem Apfel-Projekt wurden 400 Kinder erreicht

Die vielfältige Arbeit des städtischen Jugendpflegers stellte Rene Tunn auf der vergangenen gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Finanz- mit Sozial- und Umweltausschuss vor. Die Hälfte seiner 39-Stunden-Woche ist Tunn dabei im Kindergarten tätig. Vier Stunden seiner Arbeitszeit sind regelmäßigen Angeboten gewidmet, zwei weitere als Sprechzeit für die Bürger. Der Rest ist bunt gemischt, wie er berichtete: Veranstaltungen, Büroarbeit, Planung von Aktionen, Fortbildung, Arbeitskreistreffen oder Werbung in eigener Sache.

Die Palette an Projekten und Veranstaltungen war im vergangenen Jahr sehr weit gefächert, erläuterte der Jugendpfleger. Angefangen von der Eröffnung des Mädchentreffs über das Alkoholpräventionsprojekt BOB und die Renovierung der städtischen Spielplätze ging das Spektrum bis zur Fußball AG und der Fahrt nach Leverkusen zum dortigen Bundesligaspiel gegen die Bayern.

Alle zwei Wochen findet Tunn zufolge das Flüchtlingskino „Schöne Momente schaffen“ statt. Bei den Ferienspielen war er mit im Boot, ebenso beim Kinderfest auf dem Pferdemarkt mit über 200 Kindern. Dazu wurde beim Bienenmarktradio die Kooperation mit der evangelischen Kirche vorgestellt. Weitere Aktivitäten: die Renovierung des Jugendraums, der Tanzworkshop und das Kinderkonzert mit Detlev Jöcker.

Unter die Schlagworte „Sport, Spaß und Integration“ hatte Rene Tunn den Bericht über die Fußball AG im vierten Jahr an der Oberzent-Schule gepackt. Angesprochen werden davon Jugendliche von der siebten bis zur zehnten Klasse. Nach den Herbstferien bis Ende März verzeichnet der Jugendpfleger dabei zwischen sieben und 16 Teilnehmern in der Woche. Auch nahm man an der Erbacher Fußballnacht teil.

Der „offene Treff“ als Begegnungsstätte bestehe nun schon im dritten Jahr, führte er aus. Er werde in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde donnerstags von 16 bis 18.30 Uhr angeboten. Derzeit wird er laut Tunn in der Woche von 15 bis 20 Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren besucht. „Aktuell nur Jungs“, meinte er, die zu 80 Prozent einen Migrationshintergrund hätten.

Eine Mammut-Veranstaltung ist das Apfelprojekt. Hierbei wurden Tunn zufolge im vergangenen Jahr 400 Kinder verschiedener Altersgruppen erreicht. Entstanden ist es durch den Wunsch der Jugendlichen, im Jugendraum etwas trinken zu wollen. Inzwischen findet das Projekt alle zwei Jahre statt. 2,3 Tonnen Äpfel wurden 2016 zusammen mit den Erwachsenen gesammelt.

Dazu gibt’s weitere nützliche Tipps, wie der Saft früher hergestellt wurde oder über die Vielseitigkeit des Obstes in seinen verschiedenen Ausführungen. Der Erlös kommt in Form von Spenden den Kindergärten und der Grundschule in Beerfelden zugute. Beim Apfelfest der Firma Koziol wurde das Projekt vorgestellt und außerdem Zuckerwatte verkauft.

Weiterhin wurden im vergangenen Jahr alle Geräte auf den städtischen Spielplätzen aufgelistet, so Tunn. Die Planungen seien in Absprache mit den Ortsbeiräten erfolgt. Daneben sei man in Planung und konkrete Umsetzung der Kernstadtspielplätze gegangen. In den Jahren 2015/2016 habe er für diesen Bereich 160 Arbeitsstunden aufgewendet. Tunn erwähnte darüber hinaus die Einweihung des Hetzbacher Spielplatzes mit einem Fest und den Start der Aktion „rauchfreie Spielplätze“.

Mit Blick auf die laufenden Projekte und seine Vorstellungen nannte der Jugendpfleger unter anderem den weiteren Ausbau der Kooperation mit der evangelischen Kirche. Die Renovierung der Jugendräume soll im Juni/Juli fertig sein. Tunn will den „offenen Treff“ als zentrale Anlaufstation für Jugendliche etablieren. Daneben gelte es, das Lebensumfeld der neuen, ab 1. Januar fusionierten Stadt kennenzulernen. Außerdem: die Mädchenarbeit in der Oberzent und die Schule als zentrale Anlaufpunkt für Jugendarbeit in der Gemeinde.

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