Airlenbach: Infos zu Windkraft-Planungen auf dem „Katzenwinkel“

Es soll im Zuge der Oberzent-Fusion einen neuen Straßennamen im Ort geben. Der Teil der Oberen Ortsstraße von Falken-Gesäß, der bis auf Airlenbacher Gemarkung reicht, wird in Liederbachweg umbenannt. Nachdem sich schon die Anwohner geeinigt hatten, befand auch der Ortsbeirat in seiner vergangenen Sitzung dieses Vorhaben als in Ordnung. Zuvor hatte das Gremium in Falken-Gesäß sein Einverständnis signalisiert.

Die Anregung war von Horst Holschuh gekommen, der auch unter den Zuschauern weilte. Die Umbenennung gilt ab der Abzweigung von der Kreisstraße zwischen den beiden Orten. Die Verwaltung, so Bürgermeister Gottfried Görig, nehme jetzt die Anregung auf und setze sie um, wenn im Zuge des Fusionsprozesses auch die anderen Straßenumbenennungen anstehen.

Görig informierte daneben über die Planungen für fünf Windkraftanlagen im Bereich „Katzenwinkel“. Denn von diesen ist der Stadtteil direkt betroffen. Dem Bauantrag einer Firma auf Errichtung eines Windmessmastes habe der Magistrat sein Einvernehmen verwehrt, sagte er. Das Gebiet sei nicht im Flächennutzungsplan (FNP) Windkraft des Odenwaldkreises aufgeführt. Es könnte sein, so der Bürgermeister, dass die Firma gegen die Ablehnung der Mastaufstellung beim Kreis klagen werde.

Wie Görig weiter sagte, sei der gemeinsame FNP allerdings vom Regierungspräsidium Darmstadt abgelehnt worden. Die Kreis-Kommunen und der Odenwaldkreis selbst wollten nun dagegen vorgehen, es gebe aber noch keinen Verhandlungstermin. Die Juristen seien noch in Gesprächen. „Harte Kriterien“ für Windräder, also mindestens 1000 Meter Entfernung von Wohnbebauung, wären bei der jetzigen Planung nicht gewährleistet. In Richtung Airlenbach könnten es sogar unter 700 Meter bis zum nächsten Haus sein, meinte er.

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