Hinterbacher wollen bald das eigene Ortsschild, damit weniger gerast wird

Stark frequentiert war die Bürgerfragestunde bei der vergangenen Gemeindevertreter-Sitzung. Mehrere Anliegen aus den verschiedenen Ortsteilen drängten nach Erläuterungen. Wann es denn endlich was mit dem gelben Ortsschild für die Hinterbach wird, wollte Volker Eckstein wissen. Denn die grünen Weiler-Schilder mit der Begrenzung auf 60 km/h in der Olfener Straße beeindruckten die Autofahrer nicht wirklich, monierte er. Es werde weiterhin gerast.

Erst einmal muss das Thema in die Verkehrsschau, sagte Armin Löffler seitens der Verwaltung. Denn Polizei und Straßenverkehrsbehörde müssen sich noch dazu äußern und ihr Einverständnis geben. Der Termin steht im Mai an. Weiterhin bekam die Gemeinde vom Landratsamt signalisiert, dass die neuen Schilder erst nach der Fusion angebracht werden sollen, weil sie in diesem Zuge sowieso ausgewechselt werden müssen.

Verschiedene Kritikpunkte hatte Ingrid Rönz aus Kortelshütte mitgebracht. Es ging um ein parkendes Baufahrzeug in der Waldstraße, zugewucherte Kinderspielplätze, herunterhängende Äste auf den Gehwegen oder Schrottautos auf einem Privatgrundstück. „Für einen Erholungsort kein schöner Anblick“, meinte sie.

Bürgermeister Hans Heinz Keursten vermochte nur teilweise Abhilfe zuzusagen. Die Gemeinde habe keine Möglichkeit, ein Bußgeld zu verhängen, meinte er mit Blick auf den Lkw. Das werde anders in der fusionierten Stadt, weil in Beerfelden eine solche Stelle angesiedelt sei. Wenn alte Autos auf einem Privatgelände gelagert seien, „kriege ich die nicht weg“, sagte er. Die Spielplätze würden angegangen, so Keursten. Er war der Meinung, dass das Thema Bewuchs eigentlich erledigt sei, da in einer aufwändigen Aktion Anlieger angeschrieben worden seien. „Es kann aber sein, dass bereits etwas nachgewachsen ist.“

Günter Reinhard fragte nach, was bei der Ortsbegehung Ende 2016 in Kortelshütte in Bezug auf verkehrsberuhigende Maßnahmen festgelegt wurde. Im Bauausschuss wurde alles protokolliert, sagte WGR-Fraktionsvorsitzender Wilfried Friedrich. Bevor etwas angegangen werde, müsse man auch hier die Verkehrsschau im Mai abwarten, so Löffler. Danach sollen die Themen nach und nach umgesetzt werden.

Es geht um Schwellen oder Teller sowie um optische Verengungen. Eine solche kann man sich in der Kurve oberhalb der Kreuzung von Wald- und Hochstraße vorstellen, um die Straße für die bergab Fahrenden schmaler zu gestalten. Außerdem gibt es die Anregung, alle 100 Meter eine große „30“ auf die Fahrbahn aufzumalen. Derzeit im Bauhof vorrätige große Blumenkübel sollen die Straße verengen.

In seinen Mitteilungen erwähnte der Bürgermeister, dass die Sporthalle bis Ende Juni fertiggestellt sein soll. Denn dann folgt das Großevent der Feuerwehr Rothenberg, die dort von 30. Juni bis 2. Juli den Kreisjugendfeuerwehrtag ausrichtet. Im Sommer ist die Gemeinde aufs Neue von einer Straßensperrung betroffen, die weite Umwege nötig macht. Dann wird von Hirschhorn kommend von 15. August bis 15. September die Brücke am Brombacher Wasser Richtung Kortelshütte und Rothenberg in Vollsperrung saniert.

Thema der Gemeindevertretersitzung war auch die Offenlage des neuen Teilplans Erneuerbare Energien des Regionalplans Südhessen für die Windkraftnutzung. Keursten äußerte seine Befürchtung, dass bei der Verwirklichung von Windrädern auf allen aufgeführten Vorrangflächen „Rothenberg umzingelt sein wird“. Das betrifft weniger die Anlagen im Odenwaldkreis, sondern die im Badischen und benachbarten Kreis Bergstraße.

Denn die Stadt Eberbach plant auf der Brombacher Höhe einige Windräder, die sich ans schon bestehende Greiner Eck anschließen würden. Danach sind weitere auf dem Flockenbusch direkt gegenüber der Kerngemeinde im Gespräch. Weiter rechts im Sichtfeld ist der „Stillfüssel“ bei Wald-Michelbach schon genehmigt und wächst ebenfalls bald vor dem Rothenberger Fenster. Dazwischen liegt noch ein Gebiet bei Ober-Schönmattenwag und Aschbach. In nächster Nähe befindet sich das Gelände Richtung Beerfelden, das ebenso im Regionalplan berücksichtigt ist.

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