Der bisherige Vorsitzende ist beim FC Finkenbachtal auch der neue

Der alte Vorsitzende ist auch der neue. Eigentlich wollte Gerd Brechenser nach 34 Jahren im Vorstand des FC Finkenbachtal sein Amt in andere Hände geben. Doch auf der Jahreshauptversammlung wurde er mit vereinten Kräften überzeugt, doch eine weitere Amtszeit dranzuhängen. Der bewährte Kernvorstand wurde bis auf den ausscheidenden Jugendleiter Bernd Siefert in seinen Ämtern bestätigt.

Sportlich zog Brechenser ein etwas durchwachsenes Fazit. Die erste Mannschaft erwies sich als Pokalschreck, rangierte in der A-Liga auf einem Mittelfeldplatz. Nicht ganz so berauschend steht es um die zweite Mannschaft, die in der C-Liga den letzten Rang belegte. Der Vorsitzende zeigte sich aber optimistisch, vor dem Ende der Runde noch was reißen zu können, um die Klasse zu halten.

Highlight des vergangenen Jahres war die 70-Jahr-Feier des FCF. Dazu hatte man sich den SV Sandhausen für ein Freundschaftsspiel eingeladen. Eine tolle Sache. „Das vergisst kein Spieler“, so Brechenser. Außerdem wurde rechtzeitig zur dieser Partie die neue Toranzeigetafel mit Uhr fertig. Da standen dann auch gleich 14 Treffer für Sandhausen drauf.

Nachdem man sich mit dem Finanzamt über dessen Nachforderungen geeinigt hatte, „können wir wieder nach vorn blicken“, sagte Brechenser. Eine feste Bank ist für den FCF ist immer das Guru-Fest, das Finki-Festival. 2016 war dieses aufgrund des guten Besuchs und guten Wetter wieder ein Erfolg. Allerdings sei man in zunehmendem Maße auch von diesem wirtschaftlich abhängig. Oktoberfest und Seniorennachmittag haben daneben ihren festen Platz im FCF-Veranstaltungskalender.

Jugendleiter Bernd Siefert stellte sein Amt nach 15 Jahren aus beruflichen und privaten Gründen zur Verfügung. Die demografische Entwicklung treffe auch den Jugendbereich, sagte er. Die Koordination in der JSG Oberzent sei keine leichte Aufgabe. Ziel sei es, im kommenden Jahr ab der F- bis zur A-Jugend alle Mannschaften zu besetzen. Siefert zählte die vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres auf, so Freizeiten, ein Fußballcamp mit Sandhausen, Hallenturnier oder eine Fahrt nach Tripsdrill.

Der scheidende Jugendleiter wies daneben auf die Sozialisationsfunktion der Jugendbetreuer hin. Sportliche Ertüchtigung, Umgang mit Sieg und Niederlage, Regeln, Rituale oder Führung und Verantwortung übernehmen zählten dazu. Er sicherte seinem Nachfolger Jonas Beisel seine Unterstützung zu und wünschte sich „die Jugend als Aushängeschild“ des Vereins.

Die Damen spielen jetzt in Baden. Schon Brechenser hatte darauf hingewiesen, dass es in der hessischen Kreisliga B Kreis Darmstadt oft weite Wege gab, die gegnerische Mannschaften bis in den hintersten Winkel Südhessens gar nicht erst auf sich nehmen wollten. Im Sommer 2016 wechselte das Team deshalb nach langer Überlegung und mit Zustimmung des hessischen Fußballverbands in die badische Landesliga Bezirk Heidelberg/Mannheim, berichtete Ricarda Löffler. „Das Niveau ist dort deutlich höher“, sagte sie.

Nach einem schweren Anfang haben sich die Mädels ihren Worten zufolge für die Rückrunde einiges vorgenommen und wollen in der kommenden Saison weiter oben mitmischen. Die positive Entwicklung der vergangenen Jahre solle fortgesetzt werden, meinte Löffler. Allein 2016 wurden fünf neue Spielerinnen gewonnen. Der Kassenbericht wurde von Rechner Jan Obenauer vorgetragen. Er vermeldete ein positives Jahresergebnis. Der Prüfungsbericht war ohne Beanstandungen. Rechner und Gesamtvorstand wurden daraufhin einstimmig entlastet.

Neu gewählter FCF-Vorstand: Vorsitzender Gerd Brechenser, zweite Vorsitzende Armin Löffler und Horst Schäfer, Rechner Jan Obenauer und Christa Helm, Jugendleiter Jonas Beisel mit Unterstützung von Felix Fischer, Schriftführer Holger Schäfer, sportliche Leiter Michael Kaufmann, Siegfried Schindler und Armin Löffler, für die Damenmannschaft Ricarda Löffler, Kassenprüfer Kevin Jung, Sebastian Siefert, Yannick Kaufmann, Melissa Laumann, Beisitzer Gerhard Friedrich, Patrick Löffler, Frank Rotsch, Fabian Sauter, Kai Miltenberger, Mario Helm, Martin Menges.

Ehrungen: silberne Ehrennadel für 25 Jahre Christa Helm und Willi Heckmann, goldene Ehrennadel für 40 Jahre Jan Fischer, Ehrenmitglieder für 50 Jahre Heinrich Hotz, Armin Löffler, Helmut Rippberger, Peter Baum

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