Bürger sind zur Beteiligung aufgerufen: Drei IKEK-Themenforen werden in Hesseneck und Sensbachtal angeboten

Über den aktuellen Stand des gemeinsamen Dorfentwicklungsverfahrens Hesseneck-Sensbachtal informierte Bürgermeister Thomas Ihrig auf der vergangenen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Im dritten Quartal sollen seinen Worten zufolge sowohl die Privatberatungen starten als auch festgelegt werden, welche öffentlichen Projekte umgesetzt werden.

Beide Gemeinden wurden dem Bürgermeister zufolge als Interkommunale Kooperation, „wohl erstmalig in Hessen“, auf Antrag Ende 2015 in das Landesprogramm aufgenommen. Die Grundlage für die weitere Entwicklung bilde ein sogenanntes Integriertes Entwicklungskonzept (IKEK), das unter maßgeblicher Bürgerbeteiligung aufgestellt wird. Nach dem Start dieses Prozesses mit Veranstaltungen und Dorfrundgängen und sehr guter Bürgerbeteiligung sind aktuell drei öffentliche Themenforen geplant.

Im ersten IKEK-Forum haben sich die Ortsteile gegenseitig vorgestellt und die gemeinsamen Handlungsfelder und Themen für das IKEK Hesseneck und Sensbachtal festgelegt, sagte Ihrig. Anhand von Beispielen und Impulsen aus der Region sollen nun in den drei Themenforen Ziele und Projekte diskutiert werden. Grundlage seien die bereits gesammelten Ideen. „Jetzt wird es konkret. Nutzen Sie erneut die Chance“, fordern Ihrig und sein Sensbachtaler Kollege Egon Scheuermann die Bürger auf.

Neben der Erstellung des IKEK, das von einem externen Büro begleitet und moderiert werde, befindet sich nach den Worten von Ihrig die Erstellung des städtebaulichen Fachbeitrags durch ein anderes Büro im Endstadium. Dieser bilde nach Akzeptanz durch das Land Hessen dann die Grundlage für die Privatberatungen, „die voraussichtlich im dritten Quartal beginnen“.

In dieser Ausarbeitung werde auch das Fördergebiet in den jeweiligen Ortsteilen abgegrenzt, so Ihrig. Denn Neubaugebiete seien nicht förderfähig: „Baujahr 1950 ist die maßgebliche Grenze.“ Nach Erfahrungen aus anderen Fördergebieten rechnet er auch in Hesseneck und Sensbachtal mit einer guten Resonanz auf die angebotenen Fördermöglichkeiten für private Anwesen.

Welche öffentlichen Projekte letztlich umgesetzt werden, wird laut dem Bürgermeister Ergebnis der Beratungen im Rahmen der IKEK-Erstellung sein. Dies soll bis Herbst ebenfalls abgeschlossen werden. Insgesamt lägen drei Förderbescheide des Landes (IKEK-Erstellung, städtebaulicher Fachbeitrag und anschließende Beratung der Privaten, die für diese kostenlos erfolgt) vor.

Für vergebene Aufträge von rund 41.000 Euro brutto erhalte man gemeinsam knapp 26.000 Euro Landesförderung, also 75 Prozent der Nettokosten). Was bedeute, dass beide Orte zusammen einen Eigenanteil von rund 15.250 Euro zu tragen haben. Nach dem vereinbarten Einwohnerschlüssel geht Ihrig von Kosten in Höhe von etwa 6000 Euro für Hesseneck und 9000 Euro für Sensbachtal aus. Die Abwicklung des Verfahrens erfolge durch Hesseneck, „da wir die Federführung gegenüber dem Land übernommen haben“.

IKEK-Themenforen

  • „Bauen, Arbeit und Infrastruktur“ am Donnerstag, 4. Mai, 19.30 Uhr, im Gemeindezentrum Unter-Sensbach mit Themen wie Aktivieren von Bauplätzen und Leerständen, Nahversorgung, mobile Versorgung, Gesundheitsversorgung, ÖPNV/Mobilität und Kommunikation, Schule, Kinderbetreuung. Mit einem Impuls von Marita Striewe zum Bauen im Dorf
  • „Dorfgemeinschaft – generationenübergreifend“ am Dienstag, 9. Mai, 19.30 Uhr, im Sporthaus des ISV Kailbach. Themen: Angebote/Treffpunkt für Jugend und Senioren, Wohnen, Versorgung, Betreuung im Alter/Generationenhilfe, Zukunft der Vereine und Aktivitäten, verbindende Veranstaltungen für alle Ortsteile. Mit einem Impulsvortrag von Dr. Alwin Weber über die Gesundheitsversorgung in der Oberzent.
  • „Gemeinschaftsräume und Treffpunkte“ am Dienstag, 16. Mai, 19.30 Uhr, im Gemeindezentrum Unter-Sensbach mit Themen wie Gemeinschaftsräume, etwa Unterhalt und Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser, außerdem Plätze und Treffpunkte, unter anderem Unterhalt und Erneuerung von kleinen Plätzen, Spielplätzen und Freizeiteinrichtungen, daneben Wanderparkplätze, Wanderwege und Beschilderung. Mit innovativen Beispielen für die Ortsmitte von Dorte Meyer-Marquart.
Advertisements