Einstimmige Voten in den drei Gemeindevertretungen für den Grenzänderungsvertrag

Mit Volldampf in Richtung Fusion: Die drei Gemeindevertretungen von Rothenberg, Sensbachtal und Hesseneck votierten am Dienstagabend innerhalb kürzester Zeit einstimmig für den Grenzänderungsvertrag, der den freiwilligen Zusammenschluss in der Oberzent zum 1. Januar 2018 besiegelt. Nach dem umfangreichen Vorgesprächen und den vielen Detailinformationen in den vergangenen Wochen bestand kein Diskussionsbedarf mehr.

In Rothenberg ging Gemeindevertreter-Vorsitzender Dr. Horst Schwinn (WGR) auf die einzelnen Punkte des Vertragsentwurfs ein. Er erläuterte kurz verschiedenen Passagen. Es sei „wichtig und richtig“ gewesen, die Bürger frühzeitig in den Prozess einzubinden, sagte der WGR-Vorsitzende Wilfried Friedrich. Er wünschte sich, dass das neue Gebilde „für den nächsten Jahrzehnte einen Gewinn darstellt“. Die Verabschiedung des Grenzänderungsvertrags sei „eine unumstößliche und richtungsweisende Entscheidung“, betonte er. Viel Arbeit sei noch notwendig, um das große Ganze auf stabile Füße zu stellen.

Brigitte Heckmann (SPD) bezeichnete die Fusion als „das Beste“ für die Gemeinde. Sie würdigte das bisher Geleistete. Wie auch Martin Menges (CDU) und Friedrich dankte sie den Projektbeteiligten für deren akribische Vorbereitung und die Transparenz der Prozesse. Diese habe viel zum Erfolg des Projekts Fusion beigetragen. Parallel mit diesem Votum wurde von den Mandatsträgern auch einstimmig beschlossen, die eigentlich fällige Bürgermeisterwahl im Spätjahr abzusagen, weil es in der Oberzent ab der Neuwahl Ende April 2018 dann nur noch einen Rathauschef geben wird.

In Sensbachtal bestand nach der über zweistündigen Haupt- und Finanzausschusssitzung eine Woche zuvor, an der alle Gemeindevertreter teilgenommen hatten, kein Diskussionsbedarf mehr. KSO-Projektleiter Christian Kehrer hatte bei diesem vorangegangenen Treffen den Vertragsentwurf ausführlich vorgestellt. Bürgermeister Egon Scheuermann trug den Gemeindevertretern jetzt nur noch zwei kleine redaktionelle Änderungen vor.

Da auf die Frage von Gemeindevertreter-Vorsitzender Karin Scior, ob noch Gesprächsbedarf bestehe, keine Antwort kam, ließ sie abstimmen. Ergebnis: einstimmig. Der Bürgermeister schlug daraufhin scherzhaft vor, den 2. Mai doch zum Feiertag der Oberzent-Einheit zu erklären und damit nach dem 1. Mai gleich weiter zu feiern.

In der Hessenecker Gemeindevertretung war man noch schneller. Ohne Wortmeldung wurde der Grenzänderungsvertrag einhellig durchgewunken. Seine Annahme und die damit ins Haus stehende Fusion machen auch in der kleinsten selbstständigen Gemeinde Hessens die Wahl eines neuen Rathauschefs obsolet. Entsprechend beschlossen es die Mandatsträger.

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