Volltreffer: Wasserleitung bei Straßensanierung beschädigt – L 3108 in Schöllenbach bis Ende Juni dicht

Die Vollsperrung der L 3108 in Schöllenbach wird noch bis Ende Juni dauern, teilte Bürgermeister Thomas Ihrig der Gemeindevertretung auf deren vergangener Sitzung mit. Eigentlich sollte die Strecke schon längst wieder offen sein. Ursache hierfür seien Verzögerungen durch die lange Frostperiode im vergangenen Winter. Außerdem wird im Zuge der Baumaßnahme eine Neuverlegung der Wasserleitung zum Hammerberg auf einer Länge von rund 100 Metern erforderlich, sagte er.

Bereits zu Beginn der Baumaßnahme im März 2016 wurde die im bergseitigen Graben liegende Wasserleitung Ihrig zufolge provisorisch abgetrennt und überbrückt. Es war seinen Worten nach zu befürchten, dass durch den Einbau von Erd-Ankern zur Befestigung des übrig gebliebenen Straßen-Teilstücks die Leitung aus dem Jahr 1951 getroffen werden könnte. Eine Überprüfung habe dies nun tatsächlich bestätigt: „Die verlegte Wasserleitung wurde zumindest an einer Stelle beschädigt.“

Die neue Leitung wird in der Baustelle entlang der Stützmauer und nicht mehr im Graben verlegt. Nach Auskunft von Hessen Mobil übernimmt das Land nach den derzeit gängigen Regeln die in diesem Zusammenhang erforderlichen Erdarbeiten, erläuterte der Bürgermeister. „Wobei Materialkosten zu Lasten der Gemeinde gehen.“ Die Kosten hierfür belaufen sich laut Ihrig grob geschätzt auf bis zu 8000 Euro.

Über die Auftragsvergabe werde kurzfristig der Gemeindevorstand entscheiden, da die Verlegung voraussichtlich Ende Mai in die laufenden Straßenbauarbeiten eingebunden werden muss. Die Sanierung der Verbindung Hesselbach-Schöllenbach wird sich damit voraussichtlich ins Jahr 2018 verschieben, kündigte er an, da die Brückenbau-Arbeiten erst im Herbst vorgenommen werden können.

Das Land Hessen habe den 2015er Förderschwerpunkten ein Angebot zur Umstellung auf ein neugestaltetes Förderverfahren gemacht, so Ihrig zur Dorfentwicklung Hesseneck-Sensbachtal. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen der örtlichen Fachbehörde in Reichelsheim wurde eine mögliche Umstellung auf die neuen Förderrichtlinien beraten „und für unser Verfahren als nicht sinnvoll angesehen“.

Am 10. Mai findet dem Bürgermeister zufolge eine Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kailbach-Schöllenbach statt. Dabei werden aktuelle Informationen zum Stand der geplanten Investitionsmaßnahmen erwartet. Es gehe insbesondere um die Erneuerung der Euterbach-Brücke in Schöllenbach unter Beteiligung von Eberbach. Diese Maßnahme solle wohl in jedem Fall noch in diesem Jahr ausgeführt werden. Auch für die bereits schon einmal 2016 geplante Erneuerung der Bahnhofstraße in Kailbach wird laut Ihrig mit näheren Informationen gerechnet.

Die Überlegungen, auf den drei gemeindlichen Friedhöfen jeweils Beerdigungsmöglichkeiten für Urnengräber anzubieten, sind dem Bürgermeister zufolge zwischenzeitlich fortgeschritten. Da Sensbachtal derzeit die gleichen Überlegungen verfolgt, „ist die Idee entstanden, eine gemeinsame Besichtigungstour für Mandatsträger anzubieten“.

Die Gemeindevertretung beschloss darüber hinaus einstimmig die im Haushaltsjahr 2014 aufgetretenen über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen in einer Gesamthöhe von knapp 126.500 Euro (Ergebnisrechnung 45.500 und Finanzrechnung 81.000 Euro). Der Jahresabschluss ist bereits dem Revisionsamt übersandt. Wie Ihrig sagte, rechnet man für das 2013er-Werk demnächst mit dem Eingang des Prüfberichts. Bis zum Jahresende sollen noch die Jahresabschlüsse 2015 und 2016 fertig sein.

Zur Kenntnis genommen wurden von den Mandatsträgern die vorläufigen Zahlen fürs Haushaltsjahr 2016, wie sie der Bürgermeister vorstellte. Demnach rechnet man beim vorläufigen ordentlichen Ergebnis von minus 73.000 Euro mit einer Unterschreitung des Abbaupfads von minus 94.500 Euro. Dieser ist durch den kommunalen Schutzschirm vorgegeben. Auch gegenüber der Haushaltsplanung (minus 85.000 Euro) stellen sich die Zahlen besser dar. An Investitionskrediten werden zum Jahresende 1,18 Millionen Euro gelistet. Aktuell besteht ein Kassenkredit in Höhe von 700.000 Euro.

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