Versammlung des SV Ober-Hainbrunn: Die Narrhalla boomt wie nie zuvor

„Der SV leibt und lebt“, freute sich Vorsitzender Frank Flachs auf der Mitgliederversammlung. Die Bereitschaft zur Mithilfe im Verein sei gerade bei den Jüngeren „auf dem besten Weg“. Jedoch nehmen seinen Worten zufolge die Anforderungen im Fastnachtsbereich stetig zu. Nur mit einem starken SV könne man die Sporthalle als „quasi Dorfgemeinschaftshaus“ unterhalten – „indem wir bestimmen, wo es lang geht, wenn Feiern sind“. Ohne die Veranstaltungen zu Fasching und 1. Mai wäre auf der Landkarte des Rothenberger Ortsteils schnell ein grauer Fleck, „wo es jetzt viele bunte Tupfer gibt“.

Wie Flachs erläuterte, führte man erstmals seit längere Zeit das bekannte Maifest durch. „Es zahlte sich aus, die Nerven zu behalten“, denn das Wetter war auf SV-Seite, während es anderswo Absagen gab. Die Gäste strömten. Da es auch für den Ober-Hainbrunner Gesangverein immer schwieriger wird, genug Personal zu finden, soll das Fest nun im Wechsel zwischen den beiden Vereinen ausgerichtet werde. Der Vorsitzende wies weiter auf die stimmungsvolle Weihnachtsfeier der Ortsvereine hin. Die Zusammenarbeit untereinander „macht den Ort ein Stück lebens- und liebenswerter“.

Flachs hob hervor, dass bei der Fastnachtsabteilung ein ungebrochener Zulauf auch aus anderen Vereinen zu verzeichnen sei. „Die Narrhalla boomt wie nie zuvor.“ Es gebe eine „gigantische Hilfsbereitschaft“, die Herausforderung Fastnacht zu stemmen. Unter der Leitung von Christa Friedrich „floriert und pulsiert“ das Sportleben bei der Damengymnastik, sagte er. Die Altersstruktur bei den Tischtennisspielern stimmt ihn etwas nachdenklich.

Für die Narrhalla wies Diana Kasper auf die Jubiläumskampagne „33 Jahre Bleedsinn und Ferz“ im vergangenen Jahr hin. Die Piraten-Party nach dem Rosenmontagsumzug war ein voller Erfolg. Die neu konzipierte Sitzungseröffnung im Spätjahr mit Vorstellung der Sitzungspräsidenten, des Ordens, der Kampagne und des Funkenmariechens war eine echte Bereicherung. Ende 2016 zählte die Narrhalla vier Tanzgarden, fünf Showtanzgruppen, ein Funkenmariechen sowie das Tanzquartett. Dazu noch zwei Musikgruppen und vier Büttenredner. „Mit großem Eifer laufen die Vorbereitungen für die anstehende Kampagne“, sagte sie.

Für die Tischtennisabteilung bedauerte Bernd Diemer, dass die dritte Herrenmannschaft zu oft Spiele abgesagt hatte und deshalb vom weiteren Verlauf der Rückrunde ausgeschlossen wurde. Generell gestaltete sich die Saison schwierig, da durch etliche fehlende Stammspieler immer mit Ersatzakteuren angetreten werden musste.

Die ersten Herren belegten in der Bezirksliga den neunten Platz. Mit Kontakten konnte man den Indonesier Habibie Wahid als Ersatz gewinnen und so „durch seine herausragende Leistung“ den Abstieg verhindern. Die zweite Herrenmannschaft holte in der ersten Kreisklasse den Titel und stieg in die Kreisliga auf. Leider werde die Trainingsbeteiligung der aktiven Spieler geringer, sagte er. „Wir können nur hoffen, dass sich dies in Zukunft wieder bessert.“

Eine schöne Aufwärtsentwicklung erfuhren die 2015 als neue Abteilung aufgenommenen Dartfreunde. Abteilungsleiter Uwe Kölbl blickte auf die Hainbrunn-Open mit „Maximiser“ Max Hopp zurück. Nach dem Beginn eines regelmäßigen Trainingsbetriebs waren die Dartcracks auch mit großem Erfolg bei auswärtigen Turnieren vertreten. Schmunzelnd erwähnte er das Antreten von Frank Flachs bei den „Egypt Open“ in Hurghada.

Ein weiteres Highlight war das zweite Turnier Ende 2016, zu dem man 42 Interessierte begrüßte. Das zeigte laut Kölbl, dass sich die Hainbrunner in der kurzen Zeit ihres Bestehens schon in der näheren und weiteren Umgebung einen guten Namen gemacht hatte. Neuzugänge ließen sich ebenfalls verzeichnen, sodass im Schnitt donnerstags immer zehn Spieler pfeilschnell bei der Sache sind. Diese Kontinuität „macht schon ein wenig stolz“, da alles aus einen Versuch heraus entstanden sei.

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