Oktoberfest im Odenwald mit fetzigen Schlagern: Der FC Finkenbachtal lud ein

So voll wie dieses Jahr war’s noch nie beim Oktoberfest des FC Finkenbachtal: „Das Wetter spielt uns in die Hände“, freute sich FCF-Vorsitzender Gerd Brechenser über die randvolle Hermann-Wilhelm-Halle ganz in Weiß-Blau. „Wir haben schnell noch ein paar Bänke nachstellen müssen.“ Das Oktoberfest holt der Verein schon seit mehr als zehn Jahren in den Odenwald, um süffiges Bier und deftige Speisen aus dem Nachbar-Bundesland anzubieten und der Bevölkerung einen unterhaltsamen Nachmittag zu bieten.

Bei volkstümlich-schmissiger Unterhaltungsmusik durch die Feuerwehrkapelle Waldkatzenbach strömten die Besucher den ganzen Tag über in die gemütliche Halle. Brechenser freute sich, dass in der elften Auflage des Festes wieder zahlreiche Gäste aus dem Oberzent („aus der gesamten neuen Stadt“, wie er lachend meinte), aus dem Überwald und dem Neckartal den Weg ins Tal gefunden hatten und die Gastfreundschaft genossen. Mehrere hundert dürften es im Verlauf des Tages gewesen sein.

Genauso lange wie das Oktoberfest besteht, sind die Waldkatzenbacher mit ihren etwa 20 Musikern unter der Leitung von Gerd Prilipp und der Vorsitzenden Stefanie Schölch dabei. „Rosamunde“, „Du gehörst zu mir“, „Rot rot sind die Rosen“, „Vogelwiese“, „Aber bitte mit Sahne“ oder „Ich war noch niemals in New York“ hießen ein paar der Stimmungslieder und Schlager, mit denen die Kapelle vier Stunden lang bestens unterhielt. Lauthals mitsingende und mitklatschende Gäste in den Reihen sorgten für eine super Stimmung.

Für Brechenser ist der traditionelle Auftritt der Feuerwehrkapelle mit ein Erfolgsgeheimnis des Oktoberfests, zu dem jedes Jahr mehr Gäste begrüßt werden. „Wir haben immer viele treue Besucher“, hat sich laut dem Vorsitzenden die urige Atmosphäre weit übers Tal hinaus rumgesprochen. Auch bei der Deko gibt man sich viel Mühe. „Unsere Mitglieder haben die Halle wunderbar geschmückt“, freute sich der Vereinschef: jahreszeittypisch mit Kürbissen, Erika und Blumen.

Wie auch beim „Finki“ kann sich der FCF bei der Durchführung des zweitgrößten Vereinsfestes im Jahreslauf auf die Unterstützung aus dem Dorf verlassen. Die vielen Kuchen, gespendet nicht nur von Mitgliedern, sondern auch von Ortsbürgern, waren eine Pracht. Die Theke bog sich fast unter mindestens 20 leckeren Exemplaren. Aber sie waren genauso schnell verzehrt wie gebracht.

20 Helfer aus dem Verein sorgten den ganzen Tag über dafür, dass es den Besuchern an nichts fehlte. Außerdem wird vieles selbst zubereitet. Etwa die am Tag zuvor geschnippelten Radi oder das Rot- und Sauerkraut, das ebenfalls schon 24 Stunden zuvor vorbereitet wird. Die Maß Allgäuer Büble-Festbier für nur sechs Euro gegenüber fast 11 beim Münchner Original ist natürlich ein Wort und wurde gerne bestellt.

Aber auch sonst waren die Speisen nichts für den empfindlichen Magen, wenn Schweinhaxe mit Kraut und Knödeln, Weißwurst mit Brezn oder Fleischkäse mit Zwiebelsoße auf den Tisch kamen. Die Qualität des Essens hat sich jedenfalls herumgesprochen. Über die Mittagszeit waren in der Halle keine Sitzgelegenheiten mehr zu ergattern. Den ganzen Nachmittag über saßen die Gäste noch beisammen und ließen sich bestens von der Feuerwehrkapelle unterhalten.

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