Unter-Sensbacher Sporthallensanierung soll in Ruhe angegangen werden

Die Gemeinde will sich bei der Sporthallensanierung nicht hetzen lassen. Deshalb ließen die Gemeindevertreter auch ein Angebot der Groß-Umstadter Firma Frenger verstreichen, bereits jetzt die Deckenstrahler-Heizung mit integrierter LED-Beleuchtung zu beauftragen. Zwar hätte man voraussichtlich dadurch etwas Geld eingespart (was jedoch hinterfragt wurde, ob es wirklich so sei), allerdings war den Mandatsträgern der zeitliche Druck zu groß: Um in den Genuss der Prozente zu kommen, müsste die Anlage bis 31. März 2019 montiert sein. Bei allem, was auf einer Baustelle passieren kann, zu knapp getaktet, meinte die Runde.

„Die Firma rechnet im kommenden Jahr mit mindestens fünf Prozent höheren Materialpreisen“, erläuterte Bürgermeister Egon Scheuermann. Wenn die Gemeinde deshalb noch in diesem Jahr die Maßnahme beauftrage, könnte man mindestens 4000 Euro einsparen, rechnete er vor. Das Angebot für Sensbachtal kommt auf 81.000 Euro brutto.

Ein solches Heizmodell wurde bereits bei der Sanierung der Rothenberger Halle eingebaut. Darüber kamen die Sensbachtaler auch auf die Idee, es für ihre Hallensanierung vorzusehen, nachdem man es in der anderen Oberzent-Kommune in Augenschein genommen hatte. „Es gibt keine andere Firma, die ein vergleichbares System anbietet“, sagte der Bürgermeister. Deshalb mache eine Ausschreibung keinen Sinn.

Denn der Groß-Umstadter Betrieb kombiniert die Deckenstrahler-Heizung mit den entsprechenden Panelen zur Schalldämmung und dimmbarer LED. Scheuermann verdeutlichte, dass noch keine Entscheidung über die Heiz-Art gefallen sei. Ob Gas, Öl oder ein Verbund mit dem Gemeindezentrum: Es ist noch alles offen. Die vorhandene Installation lasse sich in dieses neuartige Modell integrieren, sagte er.

„Unser Beschluss ist für die Stadt Oberzent bindend“, betonte Scheuermann auf Nachfrage aus dem Gremium. Die entsprechenden Mittel müssten Eingang in den gemeinsamen 2018er-Haushalt finden. Die Sensbachtaler Gemeindevertretung habe darüber hinaus die komplette Sporthallensanierung mit Kosten von knapp 400.000 Euro bereits in einer früheren Sitzung unter Dach und Fach gebracht. Ein Teil davon wird über Mittel aus dem kommunalen Investitionsprogramm finanziert, ein anderer Teil ist von der Kommune aufzubringen – ab kommenden Jahr dann Stadt Oberzent.

Gemeindevorstand Meinolf Heptner hatte so seine Zweifel, ob sich eine Beauftragung schon jetzt endgültig beschließen lasse. Einer Absichtserklärung hätte er zugestimmt. Da allerdings noch keine Haushaltsmittel für die Maßnahme eingestellt sind und darüber hinaus noch keine Gesamtplanung vorliegt, wollte er das Risiko eines fixen Beschlusses lieber nicht eingehen.

Er habe „Bauchschmerzen“ mit dem Fixdatum, sagte Scheuermann. Man könne die große Maßnahme nur über die Sommerferien mit daran anschließenden Wochen durchführen. Sollte es 2018 nicht oder nicht komplett klappen, sei Sommer 2019 die Alternative – aber dann ist der März schon vorbei und das festgelegte Einbaudatum überschritten. „Am System habe ich überhaupt keine Zweifel“, betonte der Bürgermeister. „Es ist die ideale Form.“ Dagegen regte sich auch kein Widerspruch aus dem Gremium, das jedoch keinen Beschluss übers Angebot fällte.

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