Ein grooviger Start in den Heiligen Abend mit „Another Livetime“ im Michelstädter Hüttenwerk

Große Party bis weit in den Heiligen Abend hinein: Zum letzten Mal in diesem Jahr hieß es „Let’s groove tonight“ mit „Another Livetime“ im Hüttenwerk. Wieder mit zwei Gästen, die aufs Neue die voll besetzte Hütte zum Grooven und Mitsingen brachten. Ina Morgan faszinierte mit ihrer phänomenalen Stimme, die Songs von Jess Stone oder Tina Turner einen besonderen Touch verlieh. Funkig-soulig wurde es mit Ollie Rosenberger, dem Shouter der Mannheimer Band Amokoma.

Nicht zu vergessen natürlich die hochkarätigen Musiker der Hausband, die es einmal im Monat schafft, für ein volles Haus zu sorgen, in dem sich Besucher dicht an dicht drängen. Und das mit einer Songauswahl, die sich praktisch nie gleicht. Noch am Tag selbst kann es da einen Wechsel geben. Denn eigentlich sollte Olli Roth auf der Bühne stehen. Der Sänger und Gitarrist aus dem Heidelberger Raum ist eher der Mann für erdigen Rock und Blues. Da er krank war, wurde es nun mit dem anderen Ollie funky.

Der hatte stimmlich allerdings wenig Chancen gegen die beiden Frauenröhren, die ein ums andere Mal einmal solo, einmal im Duett zeigten, wie viel Power in der Kehle steckt. „Hot Stuff“ von Donna Summer ist ein Paradestück für Michi Tischler, in dem sie mit Verve und viel Spaß die Disco-Queen gibt. „Come together“ ist im Original von den Beatles, wurde aber auch von Tina Turner gecovert. Deren Version ist Ina Morgan wie auf den Leib geschrieben. Sie machte deutlich, dass sie zurecht deutschlandweit als Sängerin sehr gefragt ist und schon mit etlichen Größen der Szene auf der Bühne stand.

Wenn beide Frauen zusammen loslegen, gibt es kein Halten mehr. „People get ready“ vor der Pause ist solch ein Gänsehaut-Stück, in dem sie sich gegenseitig die musikalischen Bälle zuwerfen und ein ums andere Mal in stimmliche Sphären hochschaukeln, die man zuvor so noch kaum gehört hat. Michi Tischler mit Mariah Careys Weihnachtssong „All iI want for Christmas“ oder Ina Morgen, die kleine Frau mit der großen Stimme, bei „What about us“ von Pink, holen alles und noch mehr raus, was die Stimmbänder zu geben bereit sind.

Ollie Rosenberger geht’s da fast wie ein bisschen wie im richtigen Leben. Wenn er den Mund aufmacht, kann er kaum die lauten Weiber übertönen. Also schnappt er sich zusätzlich seine Gitarre, um dem einen oder anderen Song damit einen funkigen Klang zu geben. „Freak out“, „1999“ oder „This girl“ sind solche Stücke.

„Pump up the Jam“ oder „Sex is on fire“ lassen kurz vor Schluss das Stimmungsbarometer massiv in die Höhe schnellen. Als Zugabe gibt’s dann einen Klassiker, über den keine Worte zu verlieren sind: „Purple Rain“ von Prince ist immer ein Kracher, der das Hüttenwerk am ganz frühen Weihnachtsmorgen so ganz und gar nicht besinnlich klingen lässt.

Mit den fetzigen Saxophon-Solos von Anke Rible (Lindenfels) ist für den perfekten Background-Sound gesorgt. Der Fürther Gitarrist Jens Reyer zeigt ein ums andere Mal, dass er ein Meister auf den sechs Saiten ist. Bandgründer Thomas Klein am Schlagzeug und Keyboarder Axel „Aji“ Imhof (beide aus Michelstadt) machen mit Bassist Christoph Victor Kaiser (Heppenheim) die Rhythmus-Sektion komplett, die bei jedem Lied für den perfekten Sound sorgt.

Sängerin und quasi Allrounderin in Diensten der Band ist Michi Tischler. Sie ist Dreh- und Angelpunkt von „Another Livetime“ und hat die Fäden in der Hand. Neben ihrer freiberuflichen künstlerischen Tätigkeit ist sie für die Organisatorin des gesamten Hausband-Abends verantwortlich und betreibt mit ihrem Mann Achim und dessen Sohn Nico das Hüttenwerk.

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Posted by Thomas Wilken on Monday, December 25, 2017

 

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