Schlüssel fürs künftige Leben der Kinder: An der Oberzent-Schule laufen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum

Das 50. Jubiläum der Oberzent-Schule in diesem Jahr wirft seine Schatten voraus. Zwar wird erst Mitte September offiziell gefeiert, aber bereits jetzt laufen die umfangreichen Vorbereitungen dafür. Zeitgleich dazu entwickelt die Schule etliche „Give-Aways“, damit man sich in der neuen Stadt, die den Namen der Schule trägt, auf lange Zeit an die Ereignisse rund um das halbe Jahrhundert erinnern wird.

Den Beginn machte das neue Logo, im vergangenen Jahr von Julian Schwinn konzipiert. Es zeigt die Lernanstalt wie auch die Stadt – auf dem Berg, von Wäldern umgeben. Es ist in seinem Grünton auf allen weiteren Produkten zu finden, die jetzt unters Volk gebracht werden. 200 Tassen und 1000 Kugelschreiber, gesponsert vom Förderverein, wurden damit versehen – wie auch der WM-Planer, den die Beerfeldener Firma Bechthold und Sohn in einer Auflage von 2000 Stück stiftete. Den erhielten bereits alle Grundschulen im Oberzent-Einzugsgebiet. Schul-T-Shirts gibt es auch in einer Menge von 200 Stück.

Noch mehr Exemplare gibt es vom Schlüsselanhänger. Mindestens 2500 kleine Holzstücke, verpackt in etlichen Kisten, trafen dieser Tage an der Schule ein. Sie werden nun nach und nach mit dem erforderlichen Loch versehen, damit jeder seine schlüssige Erinnerung an die Oberzent-Schule in der Hosentasche mitführen kann. Die Idee dazu kam Schulleiter Bernd Siefert vor knapp zwei Jahren, als er zuerst auf dem Mai- und dann auf dem Pferdemarkt am Stand der Schreinerei Pracht diese Holzstücke sah, die auf der Rückseite mit der Internetadresse des Betriebs versehen sind.

Bei seiner Amtseinführung im August desselben Jahren gab es für jeden Kollegen einen passenden Baustein. „Bei der ersten Konferenz sagte ich dann, ich baue auf euch“, erläutert Siefert den Bezug. Der nächste Punkt war dann, die Holzstücke mit dem Logo zu versehen. Beim Schnuppertag am Freitag, 16. Februar, werden die Schlüsselanhänger von den Schülern bearbeitet. Mit einer Ständerbohrmaschine bekommt das gute Stück ein Loch, erhält eine Schleifeinheit und wird dann mit einem Ring versehen.

Im Betrieb von Daniel Pracht, mit seinen drei Geschwistern ebenfalls ein „Ehemaliger“ der Oberzent-Schule, wurden die neun, 60 auf 80 Zentimeter großen Holzplatten bestellt und kleingeschnitten. Bernd Siefert fuhr sie dann zu einer Firma in Groß-Gerau, die dort das Logo per Laser eingravierte. Dachte man zu Beginn an etwa 2000 Stück, so kamen letztendlich über 2500 heraus.

Das Holz-Give-Away steht laut dem Schulleiter symbolisch für die Schlüsselkompetenzen und –qualifikationen, die an der Oberzent-Schule den Kindern vermittelt werden. Die Lernanstalt sieht sich daneben mit ihrem pädagogischen Angebot als Schlüssel fürs künftige Leben der Heranwachsenden. Und außerdem lassen sich mit dem nötigen Handwerkszeug in der kommenden Ausbildungszeit viele Türen öffnen.

„Wir wollen uns ins Bewusstsein der Bürger bringen“, erklärt Siefert den Hintergrund der vielfältigen Aktionen. Im Werden ist mit Blick aufs Jubiläum auch eine Broschüre, mit dem man sich einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt. „Wir sind die Schule, die der Stadt ihren Namen gab“, schmunzelt er. Hintergedanke ist auch die Netzwerkbildung mit den verschiedenen Akteuren: Grund- und weiterführende Schulen, Betriebe, Stadt und Kreis.

Netzwerke gibt es auch auf einer ganz andere Ebene: Da bereits drei Generationen von Oberzent-Kindern die Schule besuchten, gibt es eine große Verzahnung. Man kennt sich. Wie etwa Bernd Siefert und Daniel Pracht. Der jetzige Schulleiter arbeitete während seiner Ausbildung nebenher lange Jahre bei der Schreinerei Pracht in Falken-Gesäß mit. Andersherum war der jetzige Juniorchef Pennäler an der Oberzent-Schule, als Bernd Siefert ab Beginn der 2000er-Jahre dort als Lehrer tätig war.

Die Oberzent-Schule öffnet am Freitag, 16. Februar, ab 16 Uhr ihre Türen zum Schnuppertag für künftige Fünftklässler, um das schulische Angebot und die Räumlichkeiten vorzustellen. Die Mensa ist ab 15 Uhr geöffnet. In der Integrierten Gesamtschule werden die Kinder der Klassen fünf bis zehn zum Teil im Klassenverband unterrichtet, außerdem besuchen sie in den Hauptfächern Kurse auf Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialniveau. Die Kinder arbeiten so die ganze Schulzeit über auf einen möglichst hohen Schulabschluss hin.

Gute Rahmenbedingungen für das Lernen wie eine moderne Ausstattung, eine gesunde Verpflegung und vor allem ein positives Schulklima tragen wesentlich zum Lernerfolg bei. Verschiedenste Angebote, die das Schulleben prägen, werden an diesem Tag gezeigt. Projekte, die während der Projektwoche erarbeitet wurden, werden vorgestellt. Gespräche mit den Lehrkräften sowie der Schulleitung sind möglich. Der Förderverein bietet ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken zur Stärkung an.

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