Finkenbacher Feuerwehr freut sich über viele Neuzugänge

Auf ein ereignisreiches Jahr blickte die Freiwillige Feuerwehr bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück. In seinem Bericht über die Aktivitäten der Einsatzabteilung nannte Wehrführer Fabian Sauter 18 Einsätze im Jahr 2017, davon zwei Kaminbrände, zwei Brandsicherheitsdienste und 14 technische Hilfeleistungen. Dazu gehörten Bäume auf der Straße, Ölspuren, Verkehrsunfälle und Wasserrohrbrüche.

31 Einheiten leisteten die Brandschützer bei Übungen und Unterrichten. Das entspricht einer Ausbildungszeit von 1172 Stunden. Aus der Reihe fielen dabei gemeinsame Übungen mit Rothenberg und zum ersten Mal mit Falken-Gesäß sowie ein Unterricht über Wegerechte mit der Polizei und Übungen mit der neuen Wärmebildkamera. Er erwähnte die beiden Anschaffungen, eine Magirus FPN 10-1000 Pumpe durch die Gemeinde Rothenberg und eine Flir K2-Wärmebildkamera, komplett aus Vereinsmitteln finanziert.

„Momentan sind wir 34 aktive Mitglieder“, sagte Sauter, davon 14 Atemschutzgeräteträger. Innerhalb eines Jahres kamen sechs Mitglieder zur Einsatzabteilung hinzu, freute er sich. „Das entspricht einer kompletten Löschstaffel“, betonte er. 62 Prozent der Aktiven sind unter 30 Jahre alt. „Somit sind wir eine junge Wehr“, hob der Kommandant hervor. Neun Jugendfeuerwehrleute zählen die Finkenbacher, weitere drei Personen in der Alters- und Ehrenabteilung.

In Vertretung für Uwe Katzer verließ Alexander Volk den Kassenbericht des Feuerwehrvereins. Für die Kassenprüfer bescheinigte Kevin Jung die einwandfreie Führung der Kassengeschäfte. Auf Antrag wurden Rechner und Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Adrian Kruppa verlas den Kassenbericht für die Jugendwehr. Auch hier bestätigte Jung die Richtigkeit, worauf die einhellige Entlastung folgte.

Tim Egler, Leonie Friedrich und Nicklas Katzer präsentierten den Bericht der Jugendfeuerwehr. Darin fanden sich die vielfältigen Unternehmungen übers Jahr hinweg, so unter anderem Kreisjugendfeuerwehrtag in Rothenberg, Berufsfeuerwehrnacht, Jahresabschlussübung und Südhessenpokal.

Aus seinem ersten Jahr als Vorsitzender des Feuerwehrvereins hatte Jens Schindler eine große Auswahl an Aktivitäten in seinen Vortrag gepackt. Die erste große Herausforderung stand mit der Aufführung des Kikeriki-Theaters in der Oberzenthalle Beerfelden an. „Beide Vorstellungen waren ausverkauft und für uns ein voller Erfolg“, sagte er. Die traditionelle Grillnacht im Mai und das Weinfest im September sind bereits eine feste Bank für den Verein. Nicht nur eigene, sondern auch Feste anderer Wehren und Vereinen wurden besucht, erläuterte Schindler.

Es wurde jedoch nicht gefeiert, sondern auch gearbeitet, schmunzelte der Vorsitzende. Das Erscheinungsbild des Feuerwehrhauses und des Außenbereiches stand im Mittelpunkt der Tätigkeiten. So wurde der Wirtschaftsraum in Eigenregie neu gestrichen. Weiterhin wurde der Hof von Unkraut befreit und die Umrandung des Feuerwehrhauses Richtung Straße mit Rindenmulch erneuert. In der Parkanlage war vor dem Weinfest Großreinemachen angesagt.

Im Oktober startete man die „Löscheimeraktion“, berichtete Schindler. Diese soll mit etwas Ironie darauf hinweisen, dass den Feuerwehren mit der Zeit die Freiwilligen ausgehen – was bedeutet, dass Hilfskräfte in Notsituationen fehlen und die Bürger selbst zum Eimer greifen müssen. Bis dato war die Aktion ein großer Erfolg: Man gewann 35 neue Vereinsmitglieder hinzu.

Zusammen mit dem FC Finkenbachtal hieß es am Ende Dezember zum ersten Mal „Wintergaudi am Tretbecken“. Bei Erbseneintopf, heißen Würstchen, Glühwein, dem Verkaufsschlager heißem Apfelwein sowie Waffeln, Stockbrot und Kinderpunsch für die kleinen Besucher fand ein schönes kleines Fest zwischen den Jahren statt.

Am Samstag, 24. März, hat die Freiwillige Feuerwehr das Theaterduo „Hannes und der Ourewäller Landrat“ in der Hermann-Wilhelm-Halle in Finkenbach zu Gast. Karten hierzu sind bei Mareikes Backshop (Finkenbach), Metzgerei Beisel & Jehle (Rothenberg), Hartmann-Fachmarkt und Papillon (beide Beerfelden) zu erwerben.

Beförderungen:

Nach Erfüllung der erforderlichen Dienstzeit und der erfolgreichen Lehrgangsteilnahme wurden durch Stadtrat Hans-Heinz Keursten und den kommissarischen Stadtbrandinspektor Marco Johe befördert: zu Feuerwehrmann/frau Paul Schmidt, Marcel Jung, Adrian Kruppa, Gina Lilienkamp, zum Oberfeuerwehrmann Patrick Löffler, zum Hauptfeuerwehrmann Christian Heckmann. Übernahmen in die Einsatzabteilung: Paul Bartmann, Felix Kaiser, Paul Schmidt.

Lehrgänge:

Maschinisten Christian Heckmann, Patrick Löffler, Feuerwehr-Sanitäter Christian Heckmann, Thomas Friedrich, Gruppenführer Christian Heckmann, Leiter einer Feuerwehr Fabian Sauter.

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