Großes Interesse an der Oberzent-Schule

Der Schnuppertag an der Oberzent-Schule stieß wieder auf viel Interesse bei den kommenden Fünftklässlern und ihren Eltern. Sie verschafften sich einen Nachmittag lang einen umfassenden Eindruck des vielfältigen Angebots, das von der integrierten Gesamtschule offeriert wird. Zugleich mit den Infos über die Lernanstalt wurden auch die Ergebnisse der Projektwoche vorgestellt. Schulleiter Bernd Siefert freute sich, dass die OZS in der öffentlichen Wahrnehmung so präsent und gleichzeitig ein Identifikationsmerkmal der Region ist.

Die Oberzent-Schule hatte für den Nachmittag ein breites Programm zusammengestellt, das auch viel Unterhaltung für die Neun- bis Elfjährigen bereithielt. Krönender Abschluss war die „Jeremy-Show“ des Gammelsbachers Ralf Breitinger, der in der Sporthalle mit seinem Jongleur-Workshop diverse Vorführungen in petto hatte. Eltern und Kinder schauten fasziniert den verschiedenen Kunststücken zu.

Zur Begrüßung sangen Leonie Edelmann und Sarah Siebert in der Pausenhalle im Foyer, begleitet von Benedikt Schmitt und Andreas Weinmann. Zwei verschiedene Führungen durch das Gebäude und die diversen Räume gab es von Heidi Domack und Thomas Stricker. Die Kinder erhielten dazu ein großes rotes Papierherz, das sie nach dem Ausfüllen eines Quiz‘ in der Mensa abgeben konnten.

Bernd Siefert bezeichnete die Oberzent-Schule als Bildungsanstalt für die gesamte Region. Schon vor 50 Jahren – denn so alt wird sie dieses Jahr – hätten sich die Gründer beim Namen Gedanken darüber gemacht, wie man mit diesem ausdrücken könne, dass er Schüler aus dem kompletten südlichen Odenwaldkreis anspreche. Die „bestmögliche individuelle Förderung für jedes Kind“ habe man sich auf die Fahnen geschrieben.

„Es ist ganz wichtig, dass alle Oberzent-Viertklässler zu uns kommen“, betonte Siefert. Denn aktuell gibt es in den Grundschulen nur 51 Abschlusskinder – so wenig wie noch nie. „Wir bieten für jeden die auf ihn abgestimmte Förderung“ und begleiten die Kinder in die weiterführenden Systeme, hob er hervor. Siefert stellte fest, dass die OZS bereits fest in den Köpfen der Eltern und Schüler verwurzelt ist. „Für viele ist sowieso schon klar, dass sie hierherkommen.“ Den Schnuppertag nahm man trotzdem gerne an, um sich ein tiefergehendes Bild zu verschaffen.

Der Schulleiter zitierte in seiner Begrüßung der Neurobiologen Gerald Hüther. Nach diesem hat ein Mensch zwei Bedürfnisse: zum einen Verbundenheit, zum anderen wachsen zu können. „Wir als Schule wollen genau das verkörpern“, betonte er. Die Kinder sollen in die Schule hineinschnuppern und sie kennenlernen können. Die Heranwachsenden „als unser wichtigstes Gut“ sollen gut aufgehoben und gefördert werden, meinte Siefert.

Federführend für die Organisation des Schnuppertags war Heidi Domack, die dabei aber vom gesamten Kollegium unterstützt wurde. Es wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Leckeres angeboten: Die Tapas-Bar, ebenfalls Teil der Projektwoche, machte mit Spanien bekannt. Im „Schokoladenhimmel“ durften Pralinen selbst hergestellt werden. Ein Workshop widmete sich der Kosmetik-Herstellung. Dort wurden Lippenbalsams, Cremes und Seifen kreiert.

Es gab weiterhin einen Film über die Skifreizeit im Ahrntal zu sehen. Die Holz-AG stellte eine Bank aus – einen großen Eichenstamm, in den die Sehenswürdigkeiten der neuen Stadt und das Logo der Schule geschnitzt werden sollen. Überhaupt das Logo: Das findet sich auf Tassen, T-Shirts und Kulis, die zum 50. Jubiläum der OZS in Auftrag gegeben wurden. Sie fanden ebenso reißenden Absatz wie die Schlüsselanhänger aus Holz, von den Schülern für die Schnuppertag-Gäste vor Ort gebohrt und mit einem Ring versehen.

Der Förderverein kümmerte sich unter Leitung von Johanna Käpernick um die Bewirtung und verzeichnete rege Nachfrage nach den leckeren Pizzabrötchen. Schüler der neunten und zehnten Klasse unterstützten ihn dabei in der Mensa. Eltern und Schüler hatten die Gelegenheit, sich über das System der integrierten Gesamtschule mit allen Abschlussmöglichkeiten oder über das Europäische Erasmus-Austauschprogramm zu informieren, um nur einige Aktivitäten zu nennen. Das gebotene Spektrum an diesem Tag war mehr als breit.

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