Oberzent-Schule rief musikalisch den Frühling herbei

„An besonders schönen Tagen ist der Himmel sozusagen wie aus blauem Porzellan“: Mit diesen Versen Erich Kästners begrüßte Schulleiter Bernd Siefert die Gäste zum Frühlingskonzert der Oberzent-Schule. Auch wenn sich die Sonne nur vereinzelt blicken ließ, kamen doch umso mehr Zuschauer zu dieser traditionellen Veranstaltung der Lernanstalt. Die Gäste in der vollbesetzten Aula der Schule erlebten eine beeindruckende Vielfalt an musikalischen Beiträgen.

Schulsprecher Jascha Fink führte durch das Programm. Nach einem einleitenden Gitarrenstück, gespielt von Musiklehrer Volker Reichl, sangen und spielten die Sechstklässler einen Frühlingskanon und Nenas Klassiker „99 Luftballons“. Ruhige, meditative Klänge kennzeichneten die nächsten Beiträge. Auf Harfe, Flöten und Klavier präsentierten Alicia Andrycka, Leonie Braun, Laura Scheuermann und Lea Siefert eine Pop-Ballade, ein Wiegenlied und den berühmten Kanon von Johann Pachelbel. Vom kalifornischen Sommer schwärmte anschließend der Musik-Kurs der zehnten Klassen mit „California Dreaming“ von The Mamas & The Papas.

Mit einer sehr bekannten Verdi-Arie streifte Lea Siefert auf dem Piano die Welt der Oper, bevor Eric Gehrmann am Saxophon und Lothar Helm am Klavier mit modernen Tango-Rhythmen begeisterten. „Don‘t know much about Algebra“: So sang es Sam Cooke im Soul-Klassiker „Wonderful World“ und so gestand es auch der gemischte Chor aus Schülern und Lehrern augenzwinkernd den Zuhörern ein. „But I do know that I love you“ hieß es weiter, ist doch der Frühling die Jahreszeit, in der sich zarte Triebe vermehrt regen.

„Layla“ heißt die Liebe in Eric Claptons Song, gesungen von Andreas Weinmann und an der Gitarre begleitet von Justin Ruf und Klaus Wilka. Weinmann sang im Anschlus zusammen mit Leonie Edelmann den Titel „Draußen ist Freiheit“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“. Dies war Emotion und Dramaturgie pur und wurde entsprechend chorisch von Schülern der zehnten Klassen unterstützt.

Filmmusik bot die E-Gitarren-Virtuosin Esther Wilka mit dem Thema aus „Fluch der Karibik“. Mittels Looper und weiterer Effekte erspielte sie sich den Klangteppich für ihre abwechslungsreichen Improvisationen. Kräftiger Jubel belohnte sie. Schließlich wurde ein zweites Mal der Kanon von Pachelbel variiert, wobei diesmal fast alle Mitwirkenden des Konzerts beteiligt waren. Zu guter Letzt stimmte das Publikum in den Kanon „Ich lieb‘ den Frühling“ ein und konnte solchermaßen beschwingt noch einen sonnigen Rest-Sonntag erleben.

Advertisements