Stadtverordnetenversammlung Oberzent: Bericht über Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen bei Bauvorhaben gewünscht

Mit zwei Bebauungsplänen und einer Abrundungssatzung, die bereits den Haupt- und Finanzausschuss passierten, hatte sich auch die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer Sitzung in der Rothenberger Sporthalle zu beschäftigen. Alle drei wurden einstimmig durchgewunken. Von den Grünen gab es einen Ergänzungsantrag, der ein Jahr nach Beginn der Bau- einen Bericht über die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen wünschte. Auch dieser ging einhellig durchs Gremium.

Bei der Abrundungssatzung handelt sich um die „Friedhofstraße“ im Stadtteil Finkenbach. Mit dem Bebauungsplan „Marbach-Stausee“ will der Odenwaldkreis das Gelände touristisch aufwerten, sagte Stadtbaumeister Peter Bauer. Beratung und Beschlussfassung über die eingegangenen Stellungnahmen und die Ergebnisse aus der Beteiligung der Öffentlichkeit standen an. Von allen Fachbehörden sei die Erweiterung des Parkplatzes am DLRG-Gebäude abgelehnt worden. Stattdessen soll die Parkfläche an der B460 ertüchtigt und etwas erweitert werden, so Bauer.

Es soll daneben ein Kiosk mit einer Toilettenanlage entstehen. Dieser soll ganzjährig betrieben werden, um so auch einen Anziehungspunkt für Wanderer und Radfahrer zu schaffen. Der in Teilen bereits vorhandene Weg am Ufer wird weitergeführt. Außerdem erhält der naturnahe Quellsumpf etwas oberhalb eine Umzäunung. Im Uferbereich entstehen Umkleiden-Paravents und Spielgeräte. Weiterhin ist ein Steg in den See vorgesehen, damit man nicht durch den Schlamm waten muss.

Beim Bebauungsplan „Hinter den Eichen“ in Rothenberg geht es darum, den dortigen, in ein paar Jahrzehnten wild gewachsenen Bestand in einen gesetzeskonformen Zustand zu bringen. Von der Naturschutzbehörde wurde laut Bauer ein „Königsweg“ aufgezeigt, wie man die Kuh vom Eis bekommt. „Wir müssen deutlich aufzeigen, dass die bestehende Situation verbessert wird“, so der Stadtbaumeister. Dann, zeigte er sich überzeugt, klappt das auch. Sollte der Plan trotzdem scheitern, bleibt erst einmal alles beim Alten.

Ihren Antrag begründete Grünen-Sprecherin Elisabeth Bühler-Kowarsch damit, dass es in der vergangenen Zeit immer wieder Kritik an der angeblich nicht oder noch nicht erfolgten Umsetzung der Ausgleichmaßnahmen bei Bauvorhaben gab. Die jetzige Anregung wünschte sie sich bei allen kommenden Baumaßnahmen. „Wir kommen immer den Auflagen nach“, entgegnete Bauer. Es gebe eine enge Abstimmung mit dem Regierungspräsidium. Diese pauschale Aussage wollte Erwin Körber (SPD) so nicht stehen lassen. „Ich habe vier Mal angefragt, bevor sich am Solarpark etwas tat“, sagte er.

Interims-Bürgermeister Egon Scheuermann ging kurz auf die Entwicklung des Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ) ein. Die Einweihung der Zwischenlösung am Breimer-Gebäude „war ein wesentlicher Schritt nach vorn“, betonte er – auch wenn es einige Zeit dauerte.  Die Einrichtung sei gut aufgestellt. Er begrüßte den Einzug des Hausarzts Dr. Wagner zur Jahresmitte. Von Chris Poffo (ÜWO) kam die Anregung, die Beschilderung zu verbessern.

Die Verabschiedung über die Geschäftsordnung der vorläufigen Stadtverordneten-Versammlung war mehr oder weniger Formsache, da der Inhalt in den Gremien detailliert vorberaten worden war. Bis zur Neuwahl von Bürgermeister und Stavo am 29. April werden Egon Scheuermann und Gottfried Görig die Stadt bei der Verbandsversammlung ekom 21-KGRZ Hessen vertreten, beschloss man einstimmig.

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