Feuerwehr Kortelshütte fährt zum Landesentscheid nach Hungen

Zum dritten Mal vertritt die Freiwillige Feuerwehr aus dem Oberzent-Stadtteil die Region beim Landesentscheid in Hungen. Die Kortelshütter belegten bei den Feuerwehrleistungsübungen auf Bezirksebene in Echzell (Wetterau) den vierten Platz, der zur Teilnahme berechtigt. Aus dem Odenwaldkreis nimmt außerdem noch Kirchbrombach teil, das sich als Sechster den letzten verfügbaren Platz sicherte. Sieger war Ober-Mockstadt. Die Feuerwehr Kortelshütte hatte sich für die Teilnahme am Bezirksentscheid mit Platz 1 bei den Kreismeisterschaften Odenwald qualifiziert.

Als erstes kam in Echzell die Theorie an die Reihe. Dieser Fragebogen hatte es wirklich in sich „und bereitete uns doch einiges Kopfzerbrechen“, berichtet der stellvertretende Kommandant Timo Fink. „Die war sehr schwer im Vergleich zum Kreisentscheid in Breuberg-Neustadt“, sagte er. Gut gelaunt gingen die sechs Teilnehmer schon ganz früh am Morgen in die theoretische Prüfung (mit 15 Fachfragen).

Nachdem man die Startnummer 12 für die Praxis gezogen hatte, hieß es erst einmal lange warten und zuschauen, was die Konkurrenz so macht – bei schwülwarmen Wetter nicht gerade angenehm. Als die Kortelshütter Staffel endlich an der Reihe war, legte sie eine sehr gute Übung hin. Es gab nichts zu beanstanden und auch die Knotenzeit war super. Der praktische Teil verlief reibungslos und ohne Fehler.

Da er aber auf einem Rasenplatz stattfand, bedeutete das eine große Umstellung fürs Team, die jedoch gut gemeistert wurde. Es waren noch zwei Mannschaften hinter den Kortelshüttern dran, sodass diese auf die Folter gespannt wurden, ob sie letztendlich aufs Neue nach Hungen fahren dürfen. 2016 hatten sie das mit dem fünften Platz auf Bezirksebene ebenfalls geschafft. Die Entscheidung auf Hessenebene findet wie die vergangenen beiden Male wieder im Landkreis Gießen statt. Somit sind die Oberzentler auf vertrautem Terrain unterwegs.

Nachmittags hatte man endlich die Gewissheit: Mit 95,83 Prozent wurde der vierte Platz erreicht und damit erneut die Eintrittskarte für den Landesentscheid am 9. September gelöst. Erneut bewiesen die Brandschützer aus dem kleinen Stadtteil mit seinen 450 Einwohnern, auf welch hohen Niveau sie in den verschiedenen Leistungsübungen mitmischen. „Damit vertreten wir als erste Mannschaft die Stadt Oberzent in einem Landesentscheid“, freute sich Kommandantin Anja Hinrichs. „Für uns ist es die dritte Qualifikation nach 2006 und 2016“, sagte sie.

Wie bei den bisherigen Wettbewerben üblich konnte die Mannschaft auf ihren treuen Fanclub zählen. Gerrit Bissdorf und Theresa Kuntzi versorgten das Wettkampfteam mit einem leckeren Frühstück. Ein ganz dickes Dankeschön der Wehrleute ging an Coach Günter Braner, „ohne den die Mannschaft nie so weit gekommen wäre“, betonte Tina Uhrig.

Auf dem Bild von links: Anja Hinrichs, Manuel Heiß, Malte Hinrichs, Tina Uhrig, Maurice Fink, Timo Fink

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