Ourewällerisch babbeln beim Hausarzt in Beerfelden

Beim Hausarzt darf auch ourewällerisch gebabbelt werden: Die Mundartfreunde Südhessen zeichneten Bernhard Wagner, seit Anfang des Monats als Facharzt für Allgemein-, Notfall-, Ernährungsmedizin und Jagd im neuen Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ) Oberzent ansässig, mit dem Kultschild „Mer babbele Mundart“ aus. Der junge Hausarzt und Jagdwirt ist ein bekennender Mundartfreund. Das Schild schmückt jetzt die Anmeldung des GVZ im Breimer-Gebäude Beerfelden.

Mundart baut Barrieren und Ängste bei den Patienten ab, wenn in der Praxis „schaij gebabbelt wird“. Außerdem dient sie dem Heilungsprozess, waren sich die zur Feierstunde erschienenen Gäste augenzwinkernd einig. Roland Bauer von den Mundartfreunden Südhessen bereicherte die Feierstunde mit Odenwälder Mundartliedern auf dem Akkordeon, bei denen kräftig mit eingestimmt wurde.

Vormann Fritz Ehmke bedankte sich für die Unterstützung bei der Werbung für die Benefiz-Mundart-CD mit Begleitbuch mit dem Titel „Tross, tross, trill, de Bauer hot e Fill“. Fast 300 Kinder aus der Region Südhessen wirkten auf ihr mit. Die Eröffnung spricht der bekannte Kinderliedermacher Rolf Zuckowski. Das Begleitbuch mit ansprechenden Bildern enthält alle Lieder, Noten und Texte in Mundart und auf Hochdeutsch. Es sind auf der CD auch traditionelle Odenwälder Mundartlieder zu hören, die die Älteren noch kennen.

„Die CD mit Begleitbuch dient als Familienspaß und zum Erlernen unseres kostbaren Kulturgutes“, so Fritz Ehmke. Der vollständige Verkaufserlös geht an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar. Informationen zu den Mundartfreunden Südhessen mit Auflistung der CD-Verkaufsstellen gibt es auf Facebook unter MundartfreundeSüdhessen. Außerdem wird in Kürze die Seite http://www.gebabbel-suedhessen.de wieder freigeschaltet.

Das GVZ geht auf die 2014 entwickelte Gesundheitsstrategie des Odenwaldkreises zurück und wurde vom Hessischen Sozialministerium gefördert, um auch auf dem Land ein wohnortnahes, fachübergreifendes und zukunftsfähiges Versorgungsangebot zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung einer koordinierten (fach- und sektorenübergreifenden) medizinischen und psychosozialen Versorgung der zunehmend älter werdenden Bevölkerung, oftmals mit mehreren Erkrankungen. Nähere Informationen unter http://www.gvk-oberzent.de

 Bild v.l. Horst Schnur, Nasir Tajik, Bernhard Wagner, Fritz Ehmke, Roland Bauer, Dietlinde Ehmke. Foto Jan Pastor

 

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