Spielplatz in Ober-Hainbrunn soll attraktiver und sicherer werden

Der Spielplatz am Sportplatz soll aufgewertet werden. Dafür setzt sich der Ortsbeirat ein und gab diesem Wunsch bei seiner Sitzung an den anwesenden Bürgermeister Christian Kehrer weiter. Mit Marleen Friedrich und Diana Kasper sind zwei junge Mütter Mitglieder des Gremiums, die aus eigener Anschauung wissen, wo Handlungsbedarf besteht. Die „Wunschliste“ trug Ortsvorsteher Stefan Hofmann vor.

Vor Jahren gab es auf dem Gelände einmal einen Hängeseilzug, erläuterte er. Der wurde entfernt, ohne dass ein anderes Spielgerät an die betreffende Stelle kam. Der leere Fleck soll nun wieder gefüllt werden, lautete der Wunsch. Die (vermackte) Rutsche ist nur über eine steile Holzleiter erreichbar, war ein weiteres Thema. Kleinere Kinder kommen da nicht hoch, meinte Hofmann. Und das Material Holz sei auch nicht optimal. Generell, so Kasper, gibt es wenige Spielmöglichkeiten für „U3“-Kinder. Man könnte doch die große Fläche nutzen, hier ein Angebot zu schaffen.

In die andere Altersrichtung ist es ähnlich, wusste Marleen Friedrich. „Sechsjährige passen nicht mehr in die Babyschaukel rein.“ Beiden Frauen ist daran gelegen, dass alle Altersgruppen etwas zum Spielen vorfinden. Wie Hofmann ergänzte, wäre eine zweite Sitzbank ebenfalls wünschenswert. Außerdem ist das Eingangstor kaputt und der eingrenzende Zaun „krumm und schief“. Genau der ist aber laut Kasper wichtig, weil es einigen Verkehr durch die benachbarte Sporthalle gibt. Im Schnitt wird der Platz in seinen Hoch-Zeiten von 16 bis 20 Kindern frequentiert, hatten die beiden Mütter gezählt. Bei einem Vor-Ort-Termin will man sich alles gemeinsam anschauen, griff der Ortsbeirat die Anregung von Kehrer gern auf.

Das Thema Zufahrtsstraße führte gleich zum nächsten Punkt. Von oben herab kommen die Autos nach Beobachtung der Beiratsmitglieder viel zu schnell geschossen und gefährden Fußgänger auf diesem Stichweg zur Neckarstraße. „Wir können gerne eine 10 km/h–Schild aufstellen“, meinte Kehrer zum Wunsch aus dem Ortsbeirat. Allein: „Die Leute müssen sich auch dran halten.“ Die Halle werde daneben von vielen Einheimischen und Bürgern aus dem ehemaligen Rothenberg genutzt, appellierte er an deren Verantwortung. Wie Hofmann ergänzte, soll möglichst die sichtbehindernde Hecke in der Kurve zurückgeschnitten werden. Damit werde der Einblick in die Straßenfläche besser.

60.000 Euro stehen im Oberzent-Haushalt für den Umbau des alten Schulhauses drin, bestätigte Kehrer eine Nachfrage des Ortsvorstehers. Diese Summe wurde aus den ehemaligen Rothenberger Planungen übernommen. Mit diesem Geld soll das Gebäude entkernt werden. Geplant sind ein Multifunktionsraum für die Vereine (der dann auch barrierefreier Wahlraum genutzt werden könnte), Teeküche und Behindertentoilette.

Da die vorgesehene Summe nicht für alle Maßnahmen ausreicht und ehrenamtliche Arbeit gefordert ist, kam die die Idee auf, das Projekt beim Freiwilligentag des Odenwaldkreises am 15. September anzugehen. Dieses Vorhaben stieß auf viel Resonanz unter den Mandatsträgern und den Zuschauern. Auf Anregung von Ortsbeirat Walter Löw soll als zweites Projekt der zugewachsene Verbindungsweg von der Neckar- zur Mühlstraße freigeschnitten werden. Der ist zwar in öffentlicher Hand, womit eigentlich der Oberzent-Bauhof zuständig wäre. Dieser ist jedoch derzeit arbeitsmäßig „am Anschlag“, wie Kehrer sagte. Deshalb zeigte er sich dankbar darüber, wenn durch Bürgerengagement der Stadt Aufgaben abgenommen werden.

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