Der Spielplatz in Kortelshütte muss sicherer werden

Es geht nicht um eine Verschönerung, „sondern um sicherheitsrelevante Themen“, machte Ortsvorsteher Tobias Stadler mit Blick auf den Spielplatz im Mittleren Weg deutlich. Das Gelände müsse wieder instand gesetzt werden, damit es gefahrlos von Kleinkindern genutzt werden könne, erläuterte er auf der Ortsbeiratssitzung. Von der Oberzent-Verwaltung wurde die Thematik aufgenommen.

„Die Spielgeräte sind relativ neu“. führte Stadler aus. Allerdings sind noch Reste von alten Gerätschaften vorhanden, ragen Stümpfe aus dem Boden. „Die müssen weg, das sind Stolperfallen, die zu Verletzungen führen könnten“, warnte er. So fehlen Fallschutzmatten oder sind etwa die Gummireifen als Abfederung der Wippe nicht befestigt. „Aktuell ist der Platz praktisch nicht nutzbar“, monierte der Ortsvorsteher. Gerade die Zielgruppe der Familien mit kleinen Kindern schaut in die Röhre.

Ausbesserungsbedürftig ist auch das Geländer oberhalb der Straße. „Wenn sich da einer fest dranlehnt, landet er in der Brombeerhecke“, befürchtete Stadler. Der kleine Verbindungsweg hoch zur Waldstraße ist zugewuchert. Der muss wieder freigeschnitten werden, meinte er. Denn weiter oben wohnen viele junge Familien, deren Nachwuchs sonst nur über einen weiten Umweg zum Spielplatz kommen könnte.

Motorradlärm, Raser, gefährliche Überholmanöver und kein Ende: in den Oberzent-Stadtteilen ist das Thema derzeit omnipräsent. Kortelshütte ist davon besonders betroffen, denn der Lärm hallt das Tal hinauf und einige neuralgische Kurven liegen auf der Gemarkung. Da der Stadt aktuell bei der Kontrolle des fließenden Verkehrs die Hände gebunden sind (wir berichteten), denken die Einwohner über die Gründung einer Bürgerinitiative nach.

Über die BI „soll ein Nervfaktor in die Motorrad-Community getragen werden“, formulierte es der Ortsvorsteher. Dadurch lasse sich das Problem zwar nicht lösen, aber „Nichtstun ist auch der falsche Weg“. Seitens des Ortsbeirats will man sich mit dem Rothenberger Gremium kurzschließen und dessen Anregung unterstützen, eine Wochenendsperrung der L3410 für Motorradfahrer (analog Krähberg) zu erreichen.

Gerade in den vergangenen Wochen waren laut Stadler viele Unfälle zu verzeichnen. Bürger sollten es der Polizei melden, „wenn mal wieder einer im Graben landet“. Denn leider bewirke erst die Unfallstatistik ein Umdenken, wenn es um Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Fahrverbote gehe. Wie sehr das Thema die Bürger beschäftigt, zeigten die vielen Rückmeldungen. Sie berichteten über zahlreiche gefährliche Situationen, Schnellfahrer, Lärmbelastung und rücksichtslose Fahrer.

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