Dieses Mal wird in Kortelshütte am Samstag gekeltert und gegrill

Ausnahmsweise wird dieses Jahr an einem Samstag gekeltert: Die Feuerwehrleute im Oberzent-Stadtteil laden am Samstag, 15. September, zum traditionellen Kelterfest ein. Dann läuten bei den Schwarzkitteln in der Region die Alarmglocken. Denn zwei von ihnen werden in bester gallischer Tradition erst gegrillt und dann vertilgt. Um 10.30 Uhr wird das im und um das Dorfgemeinschaftshaus Kortelshütte schon zum fünften Mal der Fall sein. Insgesamt findet das Kelterfest bereits zum 27. Mal statt.

Die Brandschützer wichen dieses Mal auf den Samstag aus, weil der Sonntag schon vollgepackt mit Veranstaltungen war und man am Wochenende zuvor auf dem Landeswettbewerb in Hungen war. Die zahlreichen Gäste lassen sich ein mächtiges Wildschwein vom Spieß aus den heimischen Wäldern munden. Diese Neuerung aus 2014, eine Wildsau am Spieß anzubieten, bewährte sich bisher bestens und beschert den Brandschützern immer einen großen Andrang.

Natürlich muss die Sau auch schwimmen. Deshalb gibt es ab Beginn des Festes wieder leckeren, frisch gekelterten Süßmost von Kortelshütter Äpfeln und neuen Wein. Dazu reichen die Floriansjünger selbstgebackenen Zwiebelkuchen, Haxen, geräucherte Forellen und weitere leckere Spezialitäten. Am Samstagabend findet ab 20 Uhr bei freiem Eintritt eine Bembelparty mit „DJ Firefighter“ statt.

Neben den Kameraden der befreundeten Wehren aus Hirschhorn und den ehemaligen Rothenberger Ortsteilen kommen gerne auch viele Auswärtige, die die Gastfreundschaft der Wehrleute und das ausgefallene Speisen- und Getränkeangebot zu schätzen wissen. Etliche Zentner Äpfel von Wiesen auf der heimischen Gemarkung werden im Vorfeld von Einsatzabteilung und Jugendwehr gesammelt, um daraus viele Liter Apfelsaft direkt vor Ort frisch zu pressen.

Am Grill steht immer in bewährter Manier der gelernte Koch Stefan Sonnenburg. Der ist zwar kein Feuerwehr-Mitglied, aber bei den Festen immer an vorderster Front dabei, wenn es ums Helfen geht. Damit der Grill unter der Wildsau nie ausgeht und sie nach mehr als sechs Stunden das entsprechende Aroma hat, schlagen sich die Feuerwehrleute gern die Nacht davor um die Ohren. Spezialist ist hierfür der stellvertretende Kommandant Timo Fink. Insgesamt sind rund um die Veranstaltung 25 Helfer aus der gesamten Feuerwehr aktiv. Viele Speisen werden vor Ort selbst zubereitet, so das frisch gekochte Sauerkraut oder der Zwiebelkuchen.

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